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Fulpmes/Karlsruhe KSC-Coach Kauczinski: "Wir beobachten den Markt - ohne Druck"

Markus Kauczinski ist zufrieden: Das Trainingslager, in dem sich der Karlsruher SC aktuell befindet, entspricht seinen Erwartungen. Die Mannschaft zieht bei den Übungseinheiten gut mit, neben dem Platz wird zum Beispiel beim Rafting das Teamgefühl gestärkt - zum Saisonstart hin scheinen die Blau-Weißen gut im Zeitplan zu sein.

Neben der Arbeit als KSC-Coach blickt Kauczinski dieser Tage übrigens auch gespannt nach Polen und die Ukraine. Die Auftritte der deutschen Nationalmannschaft begeistern ihn, die Umstellungen der Startformation, die Bundestrainer Joachim Löw gerne vornimmt, sind für ihn plausibel. Warum, das erklärt Kauczinski im Gespräch mit Peter Putzing.

Herr Kauczinski, überall ist zu lesen, dass Sie mit dem Trainingslager in Österreich sehr zufrieden sind.
Ja, es ist absolut super. Bedingungen, Trainingsgelände, Hotel, Wetter - alles ist perfekt. Es ist warm, aber nicht zu warm. Es weht immer ein leichter Wind. Alles ist bisher sensationell.

Gibt es einen Akteur, der besonders positiv überraschte?
Nein, jeder macht positive Schritte. Das hat man auch im Testspiel gegen Kiew, das wir 1:0 gewonnen haben, gesehen. Das war insgesamt eine gute Leistung, natürlich noch mit Verbesserungspotential. Wir haben viele Dinge, die wir geübt haben, auch im Spiel gezeigt.

Zum Beispiel?
Wir haben gut verteidigt. Als wir in der ersten Halbzeit bemerkten, dass wir fußballerisch gegen Kiew nicht so ganz ankommen, haben wir kämpferisch dagegen gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt, waren auch stark bei Standardsituationen und hoch konzentriert.

Eine dieser Standardsituationen führte zum Tor durch Timo Kern, vorbereitet von Hakan Calhanoglu. Das ist doch eine komische Situation, einen Akteur auf dem Feld zu haben, von dem man weiß, dass er den KSC wohl verlassen wird...
Warum ist das komisch? Weil er die Ecke schoss? Ich habe noch mehr Leute, die Ecken schießen können. So lange er da ist, gehe ich davon aus, dass er bleibt. Ich weiß, dass er möglicherweise geht, ich kann mich da auf alles einstellen.

Mit Karim Benyamina, Patrick Dulleck und Simon Brandstetter waren drei Angreifer verletzt. Das ist unglücklich.
Ja, aber das passiert. Blessuren in der Vorbereitung - das ist normal. Zudem hat Benyamina eine Halbzeit gespielt, er ist wieder fit. Und Dulleck trainiert wieder.

Ist schon das von Ihnen anvisierte Schnäppchen in Sicht? Der letzte Neuzugang?
Nein, wir schauen unsere Spiele an, schauen an, ob wir noch jemanden brauchen oder ob wir so zufrieden sind. Wir beobachten den Markt - ohne Druck.

Mal eine Frage weg vom KSC: Was sagen Sie zur Nationalelf bei der Europameisterschaft?
Gut, die haben wunderbar gespielt. Ich fand die Umstellungen gut. Ich habe damit gerechnet. Wenn Spieler zu sicher sind, ist das nie gut. Die müssen immer das Gefühl haben, dass auch ein anderer spielen kann. Dann holt jeder noch ein paar Prozente mehr raus.

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