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Karlsruhe Durchwachsene KSC-Statistik: Worauf es jetzt ankommt

Noch drei Spiele hat der Karlsruher SC Zeit. Drei Spiele, in denen es für den Zweitligisten um Alles geht. Nach der Niederlage gegen Ingolstadt hat sich die Ausgangslage aus Sicht der Blau-Weißen nun wieder etwas verschlechtert. Mit einem Sieg hätte man bis auf einen Punkt an Platz 15 herankommen können, welcher in der Endabrechnung den direkten Klassenerhalt bedeuten würde.

Die nicht vorhandene Ergebnis-Konstanz in den 31 Spielen spiegelt sich auch in den offiziellen KSC-Statistiken der einzelnen Spieler wider. Nun heißt es auf die Heimspielstärke zu setzen, um den 16. Platz zu halten.

Der Oldie der Mannschaft ist gleichzeitig auch der Dauerbrenner im Team von Neutrainer Markus Kauczinski. Alexander Iashvili hat nicht nur die meisten Spielminuten, 2.524 an der Zahl, auf dem Buckel, sondern führt zusätzlich auch die interne Torschützenliste des Karlsruher SC an.

Klemen Lavric ist zweitwichtigste Offensivkraft beim KSC

Mit acht Treffern (vier Elfmetertore) und vier Torvorlagen erweist sich einer der dienstältesten KSC-Profis zugleich auch als wichtigster Spieler in der bisherigen Saison. Bisher fehlte "Iashi" lediglich wegen zweier Gelbsperren, stand ansonsten in jedem Spiel auf dem Platz - immer von Beginn an. Mit seinen elf Gelben Karten führt der georgische Nationalstürmer sogar die Statistik an.

Neben Timo Staffeldt und Torhüter Dirk Orlishausen, die beide ebenfalls deutlich über 2.000 Spielminuten aufweisen können, suchen KSC-Fans vergeblich nach Konstanten in der Mannschaft. Der Anzahl der Einsätze nach folgt Klemen Lavric auf dem zweiten Platz. In 28 Partien kam er jedoch nur auf eine Nettospielzeit von 1.800 Minuten. Mit fünf Toren und zwei Vorlagen erweist sich Lavric, der bei einigen Fans und ka-news-Lesern umstrittene Stürmer, als zweitwichtigste Offensivkraft im Team von Trainer Kauczinski.

Auf Platz drei der Torjägerliste folgt der Franzose Gaétan Krebs (mit 1,65 Meter übrigens der kleinste Spieler der Liga), der in 1.350 Spielminuten drei Tore erzielen konnte. Die restlichen 15 der 31 Saisontore verteilen sich auf elf verschiedene Torschützen. Im Schnitt hat der KSC also genau ein Tor pro Spiel erzielt. Mit 59 Gegentoren ist der Wert bei den Gegentoren fast doppelt so hoch - ein veheerendes Ergebnis und zeitgleich der schlechteste Schnitt der Liga.

Eklatante Statistik: Nur ein Auswärtssieg für den KSC

Der Kurzarbeiter der Saison ist derzeit Thomas Konrad, der bisher auf lediglich 44 Minuten Spielzeit zurückgreifen kann. Schmerzlich vermisst, mit einer durchgehend genullten Statistik, wird zudem Stürmer Andrei Cristea. Rettete er vergangene Saison mit seinen zwei Toren im letzten Spiel gegen Union Berlin die Zweitligaangehörigkeit des KSC, kann er in der Spielzeit 11/12 wegen eines langanhaltenden Knorpelschadens im Knie bisher keine Minute im Trikot der Profi-Elf aufweisen.

Die zwei ehemaligen Cheftrainer, Rainer Scharinger und Jörn Andersen, und der aktuelle Trainer, Kauczinski, haben in den gespielten 31 Partien insgesamt 29 Spieler eingesetzt. Was die Platzverweise in der 2. Bundesliga anbetrifft, zählt der KSC in der Liga als eine der harmlosesten Mannschaft. Lediglich Stefan Müller (Gelb-Rot) und Delron Buckley (Rot) mussten vorzeitig den Gang unter die Dusche antreten. Das einzige Eigentor erzielte Timo Staffeldt im Heimspiel gegen Hansa Rostock (2:2). Besonders schwach ist in der Spielzeit 2011/2012 die Auswärtsstatistik der Blau-Weißen. Bei 16 Gastspielen in anderen Stadien gelang lediglich ein Sieg. Drei Unentschieden und nur elf Tore verbessern diesen Wert nicht.

216.476 Menschen besuchten die Heimspiele des KSC

Die Stärke der Mannschaft liegt eher im heimischen Wildpark. Hier konnte man neben sieben Siegen zudem sechs Unentschieden einfahren. Hierin beruht wohl auch die Hoffnung der Fans und der Mannschaft selbst. Denn neben dem Spiel in Aachen hat der KSC im Restprogramm noch zwei Heimspiele vor sich: gegen den Aufstiegsaspiranten Paderborn und den fast sicheren Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Vielleicht gelingt es ja, den vermeintlichen Favoriten daheim ein Bein zu stellen und den Relegationsplatz 16 zu sichern. Momentan scheint dieses "Nachsitzen" der einzige Strohhalm für den Klassenerhalt zu bleiben, an den sich die Mannschaft und die Fans klammern können.

Übrigens: Auf die Fans der Blau-Weißen ist weiterhin Verlass. 216.476 Menschen haben die 15 Heimspiele im Wildpark bisher verfolgt. Das macht einen Schnitt von 14.432 Zuschauern pro Spiel. Damit liegt der KSC im sicheren Mittelfeld der 2. Bundesliga. Eine Platzierung, die die Mannschaft leider nicht vorweisen kann. Denn die Statisitik und die Tabelle lügen nicht: Dem KSC steht das Wasser bis zum Hals. Drei Spiele vor Schluss herrscht derzeit ein Dreikampf um den Relegationsplatz 16. Eine Vorentscheidung für den KSC könnte bereits am 33. Spieltag fallen. Hier tritt der KSC in Aachen an (17. Platz).

Weitere Statistiken (Stand nach dem 31. Spieltag) zum KSC finden Sie auf dem Internetauftritt des Karlsruher SC und auf transfermarkt.de. Grundlage für diesen Artikel waren die Angaben des KSC - transfermarkt.de weist teilweise unterschiedliche Zahlen auf.

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