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Umfrage: Skulptur am Ettlinger Tor - wieder aufbauen oder nicht? [25]

Karlsruhe (mda) - Ein umgefallenes Tor oder ein blaues E oder gar beides? Der offizielle Name des am Wochenende demontierten Kunstwerks lautet: "Ettlinger Tor Skulptur". Das blaue Kunstwerk wurde abgebaut, da im Rahmen der Bauarbeiten zur Kombilösung das künftige Baufeld am Ettlinger Tor freigemacht werden muss. Ob und wo das blaue Kunstwerk wieder errichtet wird, ist noch unklar. ka-news fragt heute die Leser: Skulptur am Ettlinger Tor - wieder aufbauen oder nicht?
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Ettlinger Tor
zum Bilddetail
Das Kunstwerk wurde 1998 von Andreas Helmling entworfen und der Stadt übergeben.
Foto: ka-news
Das zweiteilige blaue Stahl-Kunstwerk stand seit 1998 Jahren am Ettlinger Tor, wo es das alte Stadttor in Richtung Ettlingen symbolisiert. Geschaffen hat es der Bildhauer Andreas Helmling. Am vergangenen Wochenende musste das 15 Meter hohe und 30 Tonnen schwere Kunstwerk den Bauarbeiten für die Kombilösung weichen. Von Samstag, 20 Uhr, bis Sonntag, 5 Uhr, wurde die Skulptur abgebaut und in acht Einzelteile zerlegt. Diese lagern derzeit bei einer Baufirma in Knielingen. Das teilte die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) mit.

Doch was passiert mit der Skulptur? Wird Sie nach den Kombilösungsarbeiten wieder am selben Ort aufgebaut - das wäre voraussichtlich nicht vor 2020?

Skulpturabbau am Ettlinger Tor im Zeitraffer-Video

Wenn es nach dem Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich geht, soll das Kunstwerk schnell wieder aufgebaut werden. Der Oberbürgermeister hat jetzt das "Schwarzwaldkreuz" an der Karlsruher Südtangente zwischen Rüppurr und der Südstadt als möglichen neuen Standort für die Skulptur ins Spiel gebracht.

Aber auch die Möglichkeit, dass die Skulptur nach den Kombilösungsarbeiten wieder am Ettlinger Tor aufgebaut wird, sei laut Kasig zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. Ob dies nach den Bauarbeiten überhaupt noch möglich ist, werde zurzeit überprüft, so eine Sprecherin der Kasig gegenüber ka-news. Momentan äußern sich aber auch Karlsruher, die das blaue Kunstwerk am liebsten gar nicht mehr aufbauen würden.

Wir wollen heute in unserer ka-news-Umfrage von Ihnen wissen: Soll die "Ettlinger Tor Skulptur" wieder aufgebaut werden? Stimmen Sie ab!

Die Baustelle können Sie übrigens auch durch unsere Webcam beobachten. ka-news-Leser Stefan Kremer nutzte die ka-news-Webcam am Ettlinger Tor, um die Demontage des Kunstwerkes zu dokumentieren und aus etlichen hundert Einzelaufnahmen einen Kurzfilm zu generieren.

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Mehr zu: Karlsruhe "Ettlinger Tor" Skulptur Kunstwerk blau Kombilösung Umfrage Umfragestart



Kommentare [25]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2601 Beiträge) | 05.04.2011 00:27
    Bin
    ja äußerst aufgeschlossen aber wenn das Ding wenigstens nicht wie gesprengt ausgesehen hätte sondern wie ein offenes Tor (Also nicht umgekippt) würde ich nicht dagegen stimmen.

    Dazu sollte man auch wissen das ende WKII dort eine vom Volkssturm errichtete und auch mit Hitlerjugend verteidigte Straßensperre errichtet war als Karlsruhe befreit wurde.

    Am Brunnen des Rondellplatz konnte man noch lange Einschüsse als Erinnerung dieser „Letzten Verteidigungslinie“ sehen.
  • (1132 Beiträge) | 05.04.2011 07:59
    Kann sofort wieder hin
    Ob das Teil ansprechend ist, darüber kann man streiten.
    Sicher gut für Karlsruhe wäre endlich den Tunnelwahn zu stoppen!
    Dann kann die Skulptur wieder hin und den Weg für ein besseres Nahverkehskonzept frei machen.

    Warum will da jemand Karlsruhe eigentlich derart verschandeln und finanziell so schädigen?
  • (2601 Beiträge) | 05.04.2011 08:41
    Wenn
    in Stuttgart der BHF vergraben wird sind unsere Stadtväter natürlich im Zugzwang.

    Aber hier gehts um das Ettlinger Tor und einer entsprechenden Repräsentation desselben.

    Unweit des Ettlingertores wurde im Ersten WK übrigens der Zirkus Hagenbeck während einer Vorstellung bomardiert, darauf weist nur ein lächerliches Schildchen hin das man wirklich suchen muss.
  • (95 Beiträge) | 05.04.2011 00:30
    2000 jahre???
    Zitat von ka-news
    Das zweiteilige blaue Stahl-Kunstwerk stand seit 1998 Jahren am Ettlinger Tor


    man ist das alt!! Fast 2000 Jahre :D

    Zurück zum Thema:
    Fände eine Lösung wie sie auf der offiziellen Kombilösungshomepage vorgeschlagen wird. (Siehe http://www.diekombiloesung.de/fileadmin/user_upload/kombiloesung/swf/map.html -> Haltestelle "Ettlinger Tor : Oben)
  • (20205 Beiträge) | 05.04.2011 00:48
    Wow!
    Wir haben eine Pyramide und ein fast 2000 Jahre altes Stahlkunstwerk, das einfach so demontiert wird. grinsen

    Ok, kleiner Schreibfehler, kein Problem. zwinkern

    Hat man mal den Künstler gefragt? Hat man dem vor 13 Jahren was zugesichert? Dieses Kunstwerk wurde ja bewusst für das Ettlinger Tor angefertigt. Und da gehörts auch hin. Das kann man doch nicht einfach woannerschder wieder aufbauen. 13 Jahre sind eine kurze Zeit für ein Kunstwerk, das definitiv für eine längere Zeit gedacht war.
    Oder war es das nicht? Skulpturen die für einen bestimmten Platz angefertigt wurden gehören an diesen Platz. Wenn sie da nicht mehr sein dürfen muss man sie verschrotten oder dem Schöpfer zurückgeben. Der kann dann immer noch entscheiden was damit gemacht wird.
  • (1354 Beiträge) | 05.04.2011 01:05
    So ein Platz bzw. so eine Kreuzung...
    ...schreit geradezu nach einem monumentalem Kunstwerk. Die Skulptur von Andreas Helmling war genau das Richtige an dieser Stelle - vergleichbar mit dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz in Berlin oder dem Arc de Triomphe auf dem Place d`Ètoile in Paris: Eine Ikone in der Stadtlandschaft! Bitte wieder aufbauen!
  • (1354 Beiträge) | 05.04.2011 01:15
    ...
    ok, die Vergleiche sind vielleicht etwas übertrieben - aber für Karlsruher Maßstäbe war und ist die Momentalskulptur etwas Einmaliges und Großartiges - zumal sie Bezug auf das historische Ettlinger Tor nimmt.
  • (20205 Beiträge) | 05.04.2011 01:23
    Ach was?
    Ich dachte grad schon es sei Natsiarchitektur.

    Gross, gradlinig, bombastisch, monumental. zwinkern

    Kannst du dich mal entscheiden?
  • (1354 Beiträge) | 05.04.2011 01:37
    Vielleicht..
    ...habe ich nicht die passenden Worte gefunden:
    Demokratisch, offen, modern, fortschrittlich, völkerverbindend - das klingt doch schon viel besser und unverdächtiger..
  • (20205 Beiträge) | 05.04.2011 01:55
    Nein,
    das klingt noch viel verdächtiger.

    Was soll denn an einer Skulptur demokratisch sein? Und wer entscheidet ob sie modern ist? Oder offen? Oder fortschrittlich?

    Sie ist einfach da. Im Bezug auf die ET Skulptur - die hat sich jemand völlig unvoreingenommen ausgedacht. Sie symbolisierte das alte Ettlinger Tor. Die wird da nie wieder stehen, da wette ich einen Kasten Paule drauf.

    Du hast echt gar keine Ahnung, oder? Geschwalle von moderner Architektur und das gleichzeitig mit irgendwelchen politischen Einstellungen vergleichen. Das war ein Kunstwerk und es war einfach da. Jetzt ist es weg. Und es wird nicht an diesen Platz zurückkehren.
  • (5473 Beiträge) | 05.04.2011 02:35
    !
    Es fehlt diese wichtige Antwortmöglichkeit:

    "Sofort wieder dort hin stellen und lieber die Kombilösung mindestens 100 km wech von hier bauen!" zwinkern
  • (1546 Beiträge) | 05.04.2011 10:13
    100km?
    Aber da macht sie doch noch viel weniger Sinn zwinkern
  • (4602 Beiträge) | 05.04.2011 05:50
    ...
    Man kann eventuell auch die Kommentare hier lesen.
    Manche Schreiber zeigen (obwohl sie doch angeblich ein Hochschulstudium haben) wie fern ihnen manche Thematik doch ist. Das hindert sie aber nicht ihren Senf dazuzugeben. Das ist dann aber tatsächlich "demokratisch", auch wenn die es selbst nicht merken. zwinkern

    Kunst und auch Skulpturen haben nicht zwangsläufig einen Anspruch darauf an ihrem ursprünglichen Platz zu bleiben. Wenn ich mich richtig erinnere gab es im Stadtbauforum Karlsruhe vor einigen Jahren einmal das Thema, wie auch in anderen Städten angedacht wurde, wo man eine Lagerung vornimmt. So können dann auch wieder neuere Werke gezeigt werden.
  • (983 Beiträge) | 05.04.2011 10:58
    !
    Es sind ja auch schon diverse Brunnen abgebaut worden in den letzten Monaten, wegen der Kombilösung. Auch die werden wohl zum größten Teil nicht mehr an selber Stelle wiederauferstehen. Und nicht zu vergessen die formschönen, wahrzeichenbehafteten Kioske am Euro und der Lammstraße...

    Aber so ist nunmal der Lauf der Zeit. Man sollte nicht vergessen, daß an der Stelle der blauen Skulptur auch mal ein Brunnen stand, und davor tatsächlich ein Tor. Schon diese beiden Denkmäler mussten dem Verkehr weichen.

    Zumindest weicht die blaue Skulptur nicht einer weiteren Stadtautobahn, sondern einer Tramlinie und einer Allee. Und die Kreuzung wird nach Fertigstellung der Kombi wesentlich schöner sein als jetzt. Von daher dient es einer guten Sache.
  • (4602 Beiträge) | 05.04.2011 06:06
    ...
    .
    .
    .
    .
    Man könnte auch statt in eine Flasche zu schauen
    (und das dann wohl öfter mal viel zu tief)
    einmal an Stadtrundgängen teilnehmen. zwinkern
    Dann merkt man vielleicht auch, an wie vielen Schönheiten und Besonderheiten man zuvor achtlos vorbeischlenderte.
  • (1717 Beiträge) | 05.04.2011 06:22
    Baut es in Ettlingen auf
    schließlich heisst es ja Ettlinger Tor und nicht irgendwie Kombilösungsbehinderungs-Kunstwerk.

    Kann mal jetzt jemand den Fenrich entamten? Diese selbstherrliche Entscheiderei erinnert mich an einen Uli Hoeness, der auch fälschlicherweise annimmt, ihm gehöre etwas, dem er eigentlich dient.
  • (3159 Beiträge) | 05.04.2011 07:16
    Das Kunstwerk symbolisiert das zerstörte Ettlinger Tor.
    Deshalb war eine Seite umgefallen. Aber es symbolisiert auch den Wiederaufbau, durch die Lichtstrahlen, die sich dennoch wieder trafen.

    Es hat also nur seinen Sinn an eben diesem Platz und muss daher dort wieder aufgebaut werden.

    Da dieses Kunstwerk von der Stadt Karlsruhe bezahlt wurde, ist es in Eigentum und Besitz derselben. Theoretisch kann sie es zerstören oder langsam verrotten lassen.

    Problematischer wird es, wenn man es in veränderter Form wieder aufbaute. Dann kann der Künstler eine Verfremdung seines ursprünglich künstlerisch gedachten Ausdruckes reklamieren und zumindest mal dagegen klagen. Das muss dann ein Gericht entscheiden, sollte er nicht damit einverstanden sein.
  • (1396 Beiträge) | 05.04.2011 07:29
    Karlsruhe hat das Ding nicht bezahlt
    Es war eine Spende mehrerer Karlsruher Firmen unter Leitung von Vollack. Ich vermute Karlsruhe ist jetzt Eigentümerin, aber die edlen Spender hätten wahrscheinlich schon etwas gemurrt, wäre es jetzt verschrottet worden. Vielleicht steckt auch ein Protest von denen dahinter, dass plötzlich untersucht wird wo man die Skulptur für die zehn Jahre aufstellen könnte.
  • (3159 Beiträge) | 05.04.2011 07:35
    Danke für den Hinweis
    Es für 10 Jahre woanders aufzubauen, ist eine gute Lösung, da ja bekanntlich nichts besser wird vom Rumliegen.
  • (1 Beiträge) | 05.04.2011 08:46
    Zum Glück
    wird Karlsruhe von Entscheidungsträgern "regiert". Wenn es einem Haufen von Diskussionsforen-Helden überlassen wäre über die Zukunft von Karlsruhe zu entscheiden.....na dann Gute Nacht.

    @LaCage "Kann mal jetzt jemand den Fenrich entamten? Diese selbstherrliche Entscheiderei erinnert mich an einen Uli Hoeness, der auch fälschlicherweise annimmt, ihm gehöre etwas, dem er eigentlich dient"
    Ist das wirklich Ihre Überzeugung? Autsch.......

    @hetfield : wenn ein/e Künstler/in etwas mit Symbolcharakter erschafft kann er/sie nicht so unvoreingenommen gewesen sein wie von "Ihnen" behauptet. Aber wir haben ja keine Ahnung.

    Ich selber würde mir wünschen das ET Kunstwerk wieder an dieser Stelle sehen zu können (wie auf einigen Illustrationen zur Kombilösung schon angedacht) denn meiner Meinung nach war es für diese Stelle gedacht und sollte dann auch wieder da hin.

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