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20.08.2012 11:23
 
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«Nachtlärm»: Bizarres Roadmovie [0]

Berlin Von Peter Claus, dpa - Der Schweizer Regisseur Christoph Schaub hat mit «Nachtlärm» erneut ein Drehbuch seines Landsmannes Martin Suter verfilmt. Der wohl bekannteste lebende Schriftsteller der Schweiz hatte für Schaub schon 2009 das Drehbuch zu «Giulias Verschwinden» mit Corinna Harfouch und Bruno Ganz geschrieben.
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«Nachtlärm»
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Alle zusammen: Livia (Alexandra Maria Lara) und Marco (Sebastian Blomberg) mit ihrem Kind. Foto: X-Verleih
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Die an Überraschungen reiche Geschichte in «Nachtlärm» wird durch ein Baby ausgelöst. Das kann nachts nur durch lange Autofahrten zur Ruhe gebracht werden. Bei einer dieser Touren durchs Dunkel passiert Unglaubliches: Der Wagen wird geklaut und damit ungewollt das Baby entführt. Die Eltern hasten dem Gaunerpaar hinterher. Sie erleben nicht nur eine rasante Autofahrt, sondern vor allem eine Tour de Force durch alle nur denkbaren Gefühlslagen.

Wie schon bei der vertrackten Beziehungskomödie «Giulias Verschwinden» sind es wieder die Hauptdarsteller, die dem Film besonderen Reiz verleihen. Alexandra Maria Lara und Sebastian Blomberg brillieren als Elternpaar zwischen Hysterie und Hoffnung. Die beiden deutschen Stars ziehen alle Register ihres Könnens, um den Figuren Profil zu verleihen.

Der Film wurde Anfang des Monats beim 65. Internationalen Filmfestival in Locarno uraufgeführt. Die zwei Hauptdarsteller erzählten dort, vor welche schwierige Aufgabe der Film sie gestellt hat. Alexandra Maria Lara sagte: «Man sieht fast nur unsere Köpfe hinter der Windschutzscheibe. Da waren wir in unseren Mitteln schon stark eingeschränkt. Aber gerade das war eine tolle Herausforderung.» Sebastian Blomberg ergänzte lachend: «Als ich die Rolle angeboten bekam, dachte ich in dem mir eigenen "Größenwahn", das ist doch ganz einfach. Da habe ich mich aber gewaltig geirrt.»

Das Star-Duo und auch ihre Kollegin Carol Schuler als unfreiwillige Kidnapperin geben dem Film emotionale Tiefe und sorgen damit entscheidend für Spannung. Sie sind es auch, die über einige Stolperstellen der Erzählung und etwas hölzerne Dialoge hinwegsehen beziehungsweise hinweghören lassen. Freunde ausgefeilter Schauspielkunst werden bestens bedient.

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