Karlsruher Geiseldrama: Ermittlungen abgeschlossen - Tatmotiv Spielsucht?
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Karlsruhe (pol/trs) - Die Polizei Karlsruhe hat heute einen abschließenden Untersuchungsbericht zur blutigen Geiselnahme am 4. Juli veröffentlicht, bei der ein Geiselnehmer vier Menschen und anschließend sich selbst tötete. Demnach könnte die Spielsucht des 53 Jahre alten Täters ein Motiv für seine Tat gewesen sein.

Offenbar hatte der Mann über Jahre hinweg an Spielautomaten größere Summen verspielt, ohne dass allerdings eine gravierende finanzielle Notlage erkennbar gewesen wäre, wie die Polizei mitteilt.
Täter hatte Handgranate in der Wohnung
Bei der Obduktion wurden in seinem Blut 0,85 Promille Alkohol festgestellt. Bei diesem eher geringen Wert erscheint Alkohol als Auslöser der Geschehnisse äußerst unwahrscheinlich. Zu einer möglichen Erkrankung der 55-jährigen bisherigen Wohnungseigentümerin konnten trotz intensiver Recherchen keine Erkenntnisse erlangt werden. Die weitere Spurensicherung am Tatort hat Angaben des von dem Täter freigelassenen Mitarbeiters der Sozial- und Jugendbehörde bestätigt, denen zufolge er bei dem 53-Jährigen eine zweite Handgranate wahrgenommen hatte.
Wie berichtet, hatte der Mann offenbar kurz vor der Selbsttötung in der Wohnung den Teppich in Brand gesetzt. In dessen verkohlten Resten konnte bei der akribischen Suche schließlich die bis zur Unkenntlichkeit verschmolzene Übungshandgranate entdeckt werden. Diese Feststellung war erst nach Einsatz eines Metalldetektors möglich geworden, mit dessen Hilfe die Beamten zunächst auf die Metallsplinte der Granate gestoßen waren. Auf welchem Wege der Mann an die Granaten und die in der Wohnung beziehungsweise im Keller insgesamt sieben entdeckten scharfen Waffen einschließlich großer Munitionsmengen gekommen ist, konnten die Ermittlungen mit Ausnahme der zu seiner Selbsttötung benutzten Langwaffe nicht beantworten. Diese hatte der französische Staatsangehörige, der Mitglied in einem elsässischen Schützenverein war, nach einer entsprechenden Eintragung vor Jahren in Frankreich legal erworben.
Waffenbesitz illegal
Für Deutschland hatte diese französische Berechtigung allerdings keine Wirkung; auch der Besitz dieser Waffe war daher in Deutschland illegal. Über den Verbleib von weiteren fünf in Frankreich auf ihn eingetragenen Waffen liegen gleichfalls keine Erkenntnisse vor. Da nach den durchgeführten Ermittlungen an der Täterschaft des 53-Jährigen nicht zu zweifeln ist, hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe das Ermittlungsverfahren nunmehr eingestellt. Zugleich wurde die 15-köpfige "Ermittlungsgruppe Kanalweg" aufgelöst.
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- (227 Beiträge) | 19.07.2012 17:00Wenn man das Thema "Spielsucht und Karlsruhe" googelt,......dann stößt man schnell auf eine Anfrage der FREIEN WÄHLER vom Februar des letzten Jahres! Anscheind haben die das Problem schon im FOCUS - lange bevor das Thema jetzt in den Medien ist.
Das nenne ich mal politische Weitsicht! - unbekannt(8066 Beiträge) | 19.07.2012 17:27Ich will ja das engagement der freien Wähler nicht schmälern, aber es gibt zunehmend keine Genehmigungen mehr für Spielschuppen. Ich kann jetzt zwar nur vom Kreis sprechen, aber bei Gewerbeimmobilien sind Glücksspielbetreiber die ersten, die anrufen und die ersten die eine Absage bekommen.
Diese Problematik wurde in der Tat viel zu lange zu lasch behandelt. Gut wenn sich jetzt dessen jetzt vermehrt angenommen wird. - unbekannt(8066 Beiträge) | 19.07.2012 17:28ich hätte da ein "jetzt" abzugeben
- (5420 Beiträge) | 19.07.2012 19:25!Nein Danke! Nach 1 Stunde und 55 min ist das schon längst zu einem "vorhin" verwelkt!
- (293 Beiträge) | 20.07.2012 05:56am ostringHinten hat doch erst ein neues casino aufgemacht....hm. absagen kriegen also net alle.
- (5420 Beiträge) | 19.07.2012 19:31!Zitat:Offenbar hatte der Mann über Jahre hinweg an Spielautomaten größere Summen verspielt, ohne dass allerdings eine gravierende finanzielle Notlage erkennbar gewesen wäre,
Zum Verspielen wären ja, je nach Quelle, ja noch 60.000 oder 90.000 aus der Zwangsversteigerung übrig gewesen, die nicht abgerufen wurden ... Von daher immer noch irgendwie komisch, es sei denn, die Wohnungseigentümerin (die anscheinend nie gesehen wurde, warum auch immer, nachdem der Grund (körperl.) Krankheit ja nun ausschied) hat das Geld extra deswegen nicht abgerufen und musste deswegen mit dem Leben bezahlen? Hmmm ... Rätsel bleiben noch genug ... - (4538 Beiträge) | 20.07.2012 03:13...... bei fünf Toten und sieben Waffen plus großer Munitionsmege, deren Herkunft nicht bekannt ist ...
- (4538 Beiträge) | 20.07.2012 08:26...... dazu noch fünf Waffen, für die er in Frankreich eine Erlaubnis hatte und von denen man nicht weiß, wo sie sind ...
- (2030 Beiträge) | 20.07.2012 09:00Wie immer schnell abwickeln nur nicht den Wahren Grund erforschen.Keine Schulden und noch Vermögen, da steckt doch was anderes dahinter.
Die Ohnmacht des einzelnen Bürgers, die Ignoranz der Behörden und die damit verbundenen Depressionen die man dadurch bekommen kann.




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