Adrions Neuanfang - Tschechien erster Prüfstein
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Düsseldorf Von Morten Ritter, dpa - Alter Trainer, neue Mannschaft: Nach der frühzeitig verpassten EM-Endrunde der U 21-Junioren beginnt der komplette Neuaufbau des Teams früher als geplant.
Zu den abschließenden Qualifikationsspielen am Freitag in Mlada Boleslav gegen Tschechien und am Dienstag in Ingolstadt gegen Nordirland wird eine völlig neue DFB-Elf auflaufen. «Uns bietet sich nun gegen die starken Tschechen und gegen Nordirland eine gute Möglichkeit, ein neues Team unter Wettbewerbsbedingungen aufzubauen», sagte Trainer Rainer Adrion, der trotz einer enttäuschenden Qualifikationsrunde die Chance erhält, den Neubeginn einzuleiten und seinen bis 2011 datierten Vertrag zu erfüllen.
Dabei wird der Jahrgang 1990/91 das Gerüst für die neue U 21-Auswahl bilden. Einige der jungen Nachwuchskicker haben längst schon Erfahrung in der Bundesliga gesammelt. Ob der Mainzer Lewis Holtby, der Gladbacher Patrick Herrmann, Sebastian Rudy aus Hoffenheim oder der erst 18 Jahre alte Mario Götze von Borussia Dortmund. «Dieser Jahrgang hat viel Potenzial», meinte Adrion, der den Neuaufbau als «reizvolle Aufgabe» bezeichnete und betonte, dass es wichtig sei, nun in Ruhe ein Team zu formen, das vom kommenden Sommer an um die Teilnahme an der EM-Endrunde 2013 kämpft. Noch offen ist allerdings, ob Adrion die neue U 21 dann auch in die Qualifikation führt, denn eine vorzeitige Vertragsverlängerung steht noch aus.
Seit Wochenbeginn hat der DFB-Coach die neue Mannschaft zum Training in Herzogenaurach beisammen. Von dort aus geht es nach Tschechien, ehe am Samstag nach der Rückkehr nach Deutschland die Vorbereitung auf das vorerst letzte Pflichtspiel gegen Nordirland ansteht. «Die Vorbereitungszeit von einem Jahr ist für uns von großem Nutzen. Wir werden weitere Termine im Oktober und November dieses Jahres zur Sichtung nutzen», meinte Adrion.
Die neuen U 21-Kicker haben sich schnell an die neue Umgebung gewöhnt. «Natürlich versucht man in den ersten Tagen hauptsächlich, die Trainer und Betreuer kennenzulernen. Der erste Eindruck ist positiv», befand Konstantin Rausch, der sich bei Hannover 96 in den Vordergrund gespielt hat. Viele der Spieler kennen sich auch aus den jüngeren Auswahlteams.
In der Qualifikationsgruppe 5 liegt die deutsche Elf zwei Spiele vor Schluss mit 8 Punkten abgeschlagen auf Rang drei hinter Tschechien (18) und Island (16). Nur der Gruppenerste und die vier besten -zweiten qualifizieren sich für die Playoffs zur Endrunde, die im kommenden Sommer in Dänemark stattfindet.



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