1910: Von der Tribüne zum Debüt im DFB-Dress
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Duisburg (dpa) - Das erste Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Belgien am 16. Mai 1910 endete in der Duisburger Grunewald-Kampfbahn mit einer Niederlage der DFB-Auswahl.
Weil das Endspiel um die deutsche Meisterschaft einen Tag vorher ausgetragen worden war, konnte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei dem 0:3 zunächst nur elf Spieler aufbieten. Ein Blick auf die Tribüne half: In Lothar Budzinski-Kreth, Christian Schilling (beide Duisburger SV), Andreas Breynk und Alfred Berghausen (beide Preußen Duisburg) befanden sich vier Fußballer im Publikum, denen kurzerhand das Nationaltrikot übergestreift wurde.
Das Quartett gab seine Premiere im DFB-Dress. Bemerkenswert ist dabei die Geschichte von Breynk, der nach der Pause für den verletzten späteren DFB-Präsidenten Peco Bauwens eingewechselt wurde. Als Leichtathlet nahm Breynk 1908 an den Olympischen Spielen in London teil, holte aber keine Medaille. 1906 und 1909 wurde er deutscher Vizemeister über 1500 Meter - und 1908 blieb Breynk als erster Deutscher im 1000-Meter-Lauf unter 2:40 Minuten.
Von den vier Duisburger Debütanten durfte einzig Schilling noch ein zweites Länderspiel bestreiten. Für Breynk war es der erste und einzige Einsatz für den DFB. Ein Jahr später wanderte er nach Russland aus.




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