Löws «Gold-Plan»: Sizilien - Südtirol - Südafrika
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München Von Jens Mende und Jens Marx, dpa - Der «Goldene Plan» steht, an der Vorbereitung soll das Titelunternehmen Südafrika 2010 nicht scheitern. «Die entscheidende Arbeit beginnt, wenn wir uns zur direkten WM-Vorbereitung treffen», erklärte Joachim Löw schon vor dem Test-Länderspiel in München gegen Argentinien.
Mit insgesamt 20 Tagen in zwei Trainingslagern und drei Testpartien will der Bundestrainer sein Personal in WM-Form bringen. Dem Zufall überlässt Löw dabei nichts, nach seiner jüngsten Inspektion der Trainingsmöglichkeiten beim WM-Hauptquartier nahe Pretoria hat Löw allen Verantwortlichen eingeschärft, die Verbesserungsarbeiten permanent zu kontrollieren. Der Weltverband FIFA ist verantwortlich für die Trainingsplätze der 32 WM-Teams in Südafrika. Das Übungsgelände der Deutschen muss noch grundlegend umgebaut werden.
Auf Sizilien und in Südtirol, wo vom 14. Mai an die beiden Vorbereitungs-Camps stattfinden werden, wird es auf jeden Fall schon hervorragende Bedingungen geben. Löw wird nach derzeitigem Stand weit mehr als die 23 Spieler mit in die Trainingslager nehmen, die dann am 6. Juni definitiv mit nach Südafrika reisen dürfen. Darauf deutet auch der Riesen-Kader von 26 Spielern hin, den der Bundestrainer für den Test gegen die «Gauchos» von Trainer Diego Maradona eingeladen hatte. Und da fehlten noch Profis wie Tim Wiese und Heiko Westermann, die als gesetzt für das WM-Aufgebot gelten. «Wir haben damit vor der EM 2008 gute Erfahrungen gemacht», sagte Löw zum möglichen neuen Kader-Casting im Süden Europas.
Da Löw in der Top-Fitness einen entscheidenden Schlüssel für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft sieht, werden sich die WM-Kandidaten noch einigen Leistungstests unterziehen müssen. Schon für den 12. bis 14. April hat der Bundestrainer mit Zustimmung der Bundesliga einen Kurz-Lehrgang angesetzt. Da er mit den Clubs jedoch die Vereinbarung getroffen hat, dass daran Spieler aus noch im Europapokal stehenden Vereinen nicht teilnehmen sollen, scheint dieser Termin noch fraglich. Denn derzeit sind mit dem FC Bayern, dem Hamburger SV, dem VfL Wolfsburg, Werder Bremen und dem VfB Stuttgart gleich noch fünf Teams mit diversen Auswahl-Akteuren international im Rennen.
Noch vor dem letzten Bundesliga-Spieltag am 8. Mai will Löw seinen vorläufigen Kader berufen, der sich dann am 12. Mai in Düsseldorf trifft. Dort steht ein Fitnesstest für alle auf dem Programm mit Ausnahme jener Spieler, die noch mit ihren Vereinen im Europa-League- Endspiel (12. Mai), im DFB-Pokalfinale (15. Mai) und im Champions- League-Endspiel (22. Mai) stehen. «Das wäre ein besonderer Härtefall», wies Teammanager Oliver Bierhoff schon jetzt auf die Möglichkeit hin, dass gleich eine ganze Reihe von Nationalspielern erst verspätet in die direkte WM-Vorbereitung einsteigen könnten. Am 13. Mai steigt das Benefizspiel gegen Malta in Aachen.
Schon vom 14. bis 21. Mai in Sciacca auf Sizilien, wo auch die Familien der Spieler dabei sind, wird neben der nötigen Regeneration auch am Formaufbau der Spieler gearbeitet. Am 21. Mai ziehen die Akteure nach Girlan in Südtirol um. Von dort gibt es am 29. Mai einen Kurzabstecher nach Budapest zum Länderspiel gegen Ungarn. Am 2. Juni kehren Löw und sein Team nach Deutschland zurück, einen Tag später kommt es in Frankfurt (Main) zur WM-Generalprobe gegen Bosnien-Herzegowina. Danach erhalten die Spieler zwei Tage Kurzurlaub, bevor der Sonderflieger am Abend des 6. Juni nach Südafrika abhebt.
Am Morgen des 7. Juni bezieht der Tross das DFB-Basis-Camp «Vélmore» bei Pretoria. Am 13. Juni muss Deutschland zum ersten Gruppenspiel gegen Australien in Durban antreten, bevor am 18. Juni Serbien in Port Elizabeth und am 23. Juni Ghana in Johannesburg die weiteren Vorrunden-Kontrahenten sind.




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