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KSC-Gegner unter der Lupe: Hamburger SV [58]

Karlsruhe (cde) - Nach dem 2:0-Pflichtsieg im Badischen Pokal beim Oberligisten SpVgg Neckarelz folgt nun die Kür: In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gastiert am kommenden Sonntag der Bundesligist Hamburger SV im Wildpark (Anpfiff 14.30 Uhr).
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Hamburger SV
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Das Logo des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV.
Foto: Archiv

In der heimischen Imtech Arena tickt die Uhr und zeigt mittlerweile fast 49 Jahre an. Genau so lange nämlich ist der HSV bereits Mitglied der Fußball-Bundesliga. Als einziger Verein in Deutschland gehört der Traditionsclub, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, seit der ersten Spielzeit 1963/64 dem Oberhaus ununterbrochen an. In dieser Zeit konnte man in der Elbmetropole drei Meistertitel feiern.

Der letzte große Titel liegt bereits 25 Jahre zurück

Auch im DFB-Pokal konnten sich die Rothosen bereits drei Mal in die Siegerliste eintragen. Eben in diesem Wettbewerb gab es -  abgesehen vom Ligapokalsieg 2003 -  den letzten großen Titel. 1987 schlug das Team von Trainerlegende Ernst Happel im Finale die Stuttgarter Kickers mit 3:1. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte liegt noch vier Jahre weiter zurück und ist der Sieg im Europacup der Landesmeister.

Der HSV befindet sich im Umbruch

Die Gegenwart sieht weniger rosig aus. Seit einigen Jahren wechselt man beinahe im Jahrestakt die Cheftrainer, auch in der Führungsetage herrscht kaum Ruhe. Zudem sind die Hamburger finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet, was in den letzten beiden Jahren zu einem radikalen Umbruch im Kader führte.

Um diesen Umbruch möglichst erfolgreich zu gestalten, holte man im letzten Jahr Frank Arnesen als neuen Sportchef vom FC Chelsea zum HSV. Die Aufbruchsstimmung, die mit dieser Verpflichtung ausgelöst wurde ebbte allerdings sehr schnell wieder ab, nachdem nach sechs Spieltagen nur ein Zähler und Platz 18 zu Buche stand. Der Club zog die Reißleine und trennte sich von Trainer Michael Oenning.

Ex-KSC-Profi Fink verhinderte zumindest den Totalschaden

Als Nachfolger wurde Thorsten Fink präsentiert. Der Ex-KSC-Profi kam vom FC Basel und sollte den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte verhindern. Mit einiger Mühe konnte erst am vorletzten Spieltag der Sturz in die Zweitklassigkeit endgültig abgewendet werden. Am Ende stand die schlechteste Bundesligasaison aller Zeiten und Platz 15.

Der Umbau im Kader setzte sich auch in diesem Sommer fort. Weitere Stars wie zum Beispiel Mladen Petric, David Jarolim oder Paolo Guerrero wurden aus Kostengründen abgegeben. Neu im HSV-Dress sind unter anderem Torhüter René Adler, Mittelfeldakteur Maximilian Beister, sowie Angreifer Artjoms Rudnevs. Große Hoffnungen setzt man vor allem in Adler als neue Nummer eins und als Führungsspieler.

Calhanoglu unterschreibt beim HSV – und bleibt beim KSC

Ein weiterer Neuzugang wurde unter der Woche bekanntgegeben. Nachdem lange Zeit Nordrivale Werder Bremen als aussichtsreichster Kandidat auf eine Verpflichtung von KSC-Talent Hakan Calhanoglu galt, unterschrieb der 18-Jährige an der Elbe einen Vertrag bis 2016. Verstärken wird er die Hanseaten allerdings zunächst nicht, da er mit sofortiger Wirkung an den KSC zurück ausgeliehen wird.

Einer der wenigen Spieler mit großer Erfahrung ist Kapitän Heiko Westermann. Der Ex-Nationalspieler wechselte 2010 vom FC Schalke 04 in den hohen Norden. Damals hatte er sicherlich andere Ziele als den Abstiegskampf.

Genau diesen mussten die Rothosen allerdings in der letzten Saison überstehen. Nicht wenige sagen für die neue Spielzeit voraus, dass rund um die Imtech Arena erneut um den Verbleib in der Bundesliga gezittert werden muss, auch wenn die Parole an der Elbe "Nie wieder Abstiegskampf!" lautet.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze

Trotz allem ist der KSC natürlich der grobe Außenseiter im Duell mit dem Bundesliga-Dino. Allerdings erweist sich die Floskel, der Pokal habe seine eigenen Gesetze, immer wieder als wahr.

Zudem macht die Bilanz zwischen diesen beiden Clubs den Badenern durchaus Hoffnung. Bisher gab es nämlich ein einziges Aufeinandertreffen im Rahmen des DFB-Pokals. In der Saison 2000/01 empfing der damalige Regionalligist KSC in der zweiten Runde den Champions League-Teilnehmer HSV und triumphierte am Ende sensationell mit 1:0. Vielleicht wiederholt sich ja die Geschichte...

Weitere Informationen: www.hsv.de

Mehr zu: KSC "Karlsruher SC" "Hamburger SV"



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