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12.07.2012 12:23
 
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Zukunft des KSC: Neues Stadion und Jugendförderung [208]

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther
Bild:marvinguengoer.de

Karlsruhe (dpa/cre) - Präsident Ingo Wellenreuther hat beim Karlsruher SC die Diskussion um das in weiten Teilen marode Wildparkstadion wieder angestoßen.
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"Spätestens nach dem Spiel gegen Frankfurt ist für alle Beteiligten klar, dass das Wildparkstadion insbesondere aus Sicherheitsgründen keine Zukunft hat. Punkt, Aus, Amen!", sagte der Bundestagsabgeordnete auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsrats in Karlsruhe. Im Rahmen der Zweitligapartie in der abgelaufenen Saison gegen die Frankfurter Eintracht hatten rund 400 Fans des Fußball-Drittligisten den Kassenbereich des Stadions und die Ordnungskräfte einfach überrannt.

Auch die Vermarktung des KSC bliebe wegen der Stadionsituation weit hinter den Möglichkeiten zurück, so Wellenreuther. "Wenn man aber dem Verein keine Chance gibt, Einnahmen zu generieren, dann geht der Verein kaputt. Oder er ist nicht mehr konkurrenzfähig. Das ist die einfache Konsequenz, auf die wir hinweisen", sagte er. "Bei einem neuen Stadion steigt der Zuschauerschnitt in der Regel um 10.000 Zuschauer, weil jeder den Neubau sehen möchte. Das ist eine Art 'Arenaeffekt'", erklärte Felix von Löbbecke vom Vermarkter "Sportfive".

"Ich bin mir sicher, dass es einen geeigneten Standort gibt"

Wellenreuther erklärte, er sei sich bewusst, dass der finanziell klamme Drittligist nichts zu fordern habe. "Und wir fordern auch nichts. Aber wir weisen darauf hin, dass es auf Dauer so nicht mehr geht. Die allem vorgelagerte und entscheidende Frage ist die: Wollen wir in Karlsruhe künftig noch Profi-Fußball sehen", sagte er. Wenn man sportliche Spitzenleistungen sehen wolle, dann müsse man eine entsprechende Sportstätte bauen.

Die bisherigen Finanzierungspläne hält der ehemalige Richter allerdings nicht für realisierbar. "Wir sollen vier oder viereinhalb Millionen Euro Miete bezahlen und das Stadion dadurch finanzieren. Wie soll das gehen? Das ist Irrsinn, das klappt nicht", kritisierte er. Eine Stadt müsse sich auch entscheiden, ob sie Theater sehen wolle oder nicht. "Und dann sind es nicht die Schauspieler, die das Theater bauen", sagt er.

Die Diskussion um den Neu- oder Umbau des Karlsruher Stadions wird schon seit den 90er Jahren erfolglos geführt. Zuletzt scheiterte eine Lösung auf kommunalpolitischer Ebene vor rund drei Jahren. Politisch hält Wellenreuther, der bei der OB-Wahl im Dezember als Nachfolger von Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) kandidiert, nicht für völlig festgefahren. Jahrelang sei es zwar vorranging darum gegangen, wer Recht habe oder ob der KSC sich mehr beteiligen müsse. Er glaube aber, dass im nächsten Jahr die Zeit reif sei "dass man völlig unaufgeregt noch einmal alle Argumente sammelt" und "dass die vernünftigen und verantwortungsvollen Menschen in der Karlsruher Politik dann auch eine gute Entscheidung treffen werden". Er sei sich sicher, dass es einen geeigneten Standort gibt, so Wellenreuther.

Neben der Stadionfrage erläuterte der KSC-Präsident im Rahmen der Veranstaltung zum Thema "Zukunft des KSC" weitere wichtige Punkte für die Planungen der kommenden Jahre. So war der Abstieg nicht nur aus sportlicher Sicht ein Niederschlag, sondern auch aus finanzieller. Verdeutlicht an einigen Zahlen: In der ersten Liga erhält jeder Verein zwölf bis 14 Millionen Euro aus Fernsehgeldern. In der zweiten Liga zwischen 3,8 und 5,5 Millionen Euro (KSC ca. 4 Millionen Euro). In der neuen Drittligasaison gibt's für die Blau-Weißen gerade einmal noch 700.000 Euro. Diese Mindereinnahmen finden direkten Niederschlag im Lizenzspieler-Etat, der von sieben Millionen Euro in der vergangenen Saison auf vier Millionen Euro herabgestuft wurde.

Doch Wellenreuther hatte auch Positives zu berichten: der neue Fanshop mit integriertem Ticketingcenteröffnet am Sonntag im Rahmen des Familientags seine Pforten, der 20 Jahre alte Kunstrasenplatz wurde ausgetauscht (Kosten 220.000 Euro) und auch das Nachwuchsleistungszentrum, das der KSC im vergangenen Jahr in Betrieb nahm (Kosten 1 Million Euro), ist ein wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung des KSC. Dazu rollt ein neuer Mannschaftsbus über die Straßen und die Jugendabteilung erhielt sechs weitere Kleinbusse.

Gerade die Jugend hat beim KSC einen sehr hohen Stellenwert. Denn aufgrund der leeren Kassen wird man zukünftig verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen und diesen an den Profikader heranführen. Schon jetzt finden sich zahlreiche Eigengewächse im Drittligakader: Sebastian Schiek, Hakan Calhanoglu, Kevin Akpoguma oder Silvano Varnhagen. 1,3 Millionen Euro investiert der Verein jede Saison in den Fußballnachwuchs, um dafür zu sorgen, "dass talentierte Spieler aus der Region zum KSC kommen und nicht nach Stuttgart oder Hoffenheim gehen", so Wellenreuther.

Dieser Artikel wurde nachträglich bearbeitet und ergänzt.

Mehr zu: KSC "Karlsruher SC" Ticker Stadiondiskussion Topmeldung



Kommentare [208]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (899 Beiträge) | 11.07.2012 23:05
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    Recht hat er!
    allein aus Gründen der Vermarktung muss ein neuer Standort für ein neues Stadion her. Auch nächstes Jahr in Liga 3 werden wir in vielen um- und neugebauten Stadien von Vereinen, die deutlich niedrigere Ambitionen haben als wir, spielen. Es muss endlich mal etwas konkret geplant und umgesetzt werden!
    Eine schöne Initiative dazu:

    http://ein-stadion-für-karlsruhe.de/
  • (2476 Beiträge) | 12.07.2012 09:22
    Bewerten: (0)
    wohin genau?
    soll das neue Stadion?

    Mit wäre keine Brachfläche bekannt!
  • (899 Beiträge) | 12.07.2012 12:13
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    Es gibt schon einige
    interessante Orte, z. B. Gleisdreieck, Untere Hub und bei der Neuen Messe.
  • (2476 Beiträge) | 12.07.2012 12:21
    Bewerten: (0)
    Gleisdreieck gehört der Bahn und Neue Messe liegt nicht in Karlsruhe
    also bauen wir's in die Untere Hub!

    Danke für die Info, die Standortfrage hatte mir bisher niemand beantwortet!
  • (238 Beiträge) | 12.07.2012 13:48
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    Willi Emms....
    also lieber Willi Emms, informier dich mal...das Gleisdreieck gehört der Bahn und dort zu den "nicht betriebsnotwendigem Gelände".
    Kapiert, was ich dir sagen will ?
  • (2476 Beiträge) | 12.07.2012 14:06
    Bewerten: (0)
    "nicht betriebsnotwendiges Gelände"?????
    Dann radel mal dort vorbei, dann siehst du was sie grad dort bauen im Gleisdreieck. Denke nicht, daß die Bahn nächstes Jahr wieder alles abreißt und das Gelände dem Wellenreuther verkauft, weil der KSC da ein Stadion hinbauen will!
    Bitte erst informieren, dann schreiben!
  • (505 Beiträge) | 12.07.2012 15:24
    Bewerten: (0)
    Gleisdreieck
    gehört zum Teil der DB und die Kleingärten der Stadt-50 Meter neben der Autobahn dem Land.
  • (5413 Beiträge) | 12.07.2012 15:29
    Bewerten: (0)
    Das
    Gleisdreieck wird die DB aber nicht (mehr) rausrücken und mit der Unteren Hub gab es schon immer Schwierigkeiten.
    Damit wären mögliche Plätze in Autobahnnähe nicht mehr vorhanden.
  • (113 Beiträge) | 12.07.2012 17:45
    Bewerten: (0)
    Klappt ja überall sonst auch.
    Klappt ja auch in bielefeld hervorragend.
  • (899 Beiträge) | 12.07.2012 19:57
    Bewerten: (0)
    Es gibt
    genügend Beispiele, dass es so funktioniert. Man sieht ja, dass jeder Verein der sportlich erfolgreich ist baut, um sich zu etablieren. Tja die Phase des sportlichen Erfolgs wurde in KA ja grandios verpasst..
  • (484 Beiträge) | 14.07.2012 10:55
    Bewerten: (0)
    Bielefeld?
    ....das gibt es doch gar nicht !
  • (4208 Beiträge) | 11.07.2012 23:09
    Bewerten: (0)
    Ein paar Maschinengewehre
    an den richtigen Stellen kommen günstiger und halten die Chaoten garantiert in Schach. Und sollte es Hart auf Hart kommen, steht für die Chaoten eine finale Lösung in Aussicht, dann werden sie sich schon Benehmen. zwinkern
  • (6472 Beiträge) | 12.07.2012 08:28
    Bewerten: (0)
    geht's noch?
    das ist der Wildpark und nicht der Archipel Gulag oder Guantanamo!
  • (65 Beiträge) | 14.07.2012 19:41
    Bewerten: (0)
    Wie krank muss man sein.......?
    alpinium, wie krank muss man sein, wenn man sich mit solchen schwachsinnigen ansichten Problemen annimmt?
    Es soll durchaus vernünftige Therapeuten-auch in KA geben.
  • (29934 Beiträge) | 12.07.2012 03:41
    Bewerten: (0)
    Selbstverständlich
    kommen gute Spieler aus der Region zur Ausbildung zum KSC um DANACH zum VfB, zu Hoffe oder zu anderen Vereinen zu gehen. Das ist doch kein Problem, man muss eben genug Geld für sie verlangen und die Verträge entsprechend gestalten.
    Das ist kein grundlegendes Schicksal des KSC, geht anderen ja genauso.
    Die Geister die ich rief, man will ganz oben mitmischen, muss man eben sehen wie man da hinkommt.
  • (2791 Beiträge) | 12.07.2012 06:18
    Bewerten: (0)
    Ingo-Dampf in allen Gässlen
    ist dieser Kerl überhaupt noch MdB von KA, den sehe ich nur permanent OB-Wahlkampf mir KSC-Titeln machen?
    Wenn ja gehört er dort sofort rausgeworfen wegen Arbeitsverweigerung.
  • (5582 Beiträge) | 12.07.2012 09:58
    Bewerten: (0)
    was du
    immer für ein müll schreibst! wenn du diese person so sehr hasst, schreib ihm einen brief aber lass uns damit in ruhe! hier geht es nicht um das OB amt oder um die politik sondern um den KSC du banane!
  • (2476 Beiträge) | 12.07.2012 10:28
    Bewerten: (0)
    zur Info:
    -Stadiondebatte
    -Wirtschaftsverein CDU

    IST Politik und IST OB-Wahlkampf
    nicht nur KSC!!!!

    Sag's Wellenreuther, daß er sich nur um KSC kümmern soll und nicht um Politik und OB-Amt nicht Leuten die das was er da macht kommentieren!!!!
  • (5582 Beiträge) | 12.07.2012 10:30
    Bewerten: (0)
    hast du
    tiefseetaucher auch belege, dass er sichnicht richtig um den ksc kümmert?
  • (5582 Beiträge) | 12.07.2012 10:33
    Bewerten: (0)
    ???
    ist die frage ernstgemeint du *** Verstoß gegen die Kommentarregeln ***?

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