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28.03.2012 11:30
 
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Neuer KSC-Trainer Kauczinski: "Wir nehmen es, wie es kommt" [75]

Der neue KSC-Cheftrainer Markus Kauczinski.
Bild:marvinguengoer.de

Karlsruhe (pp) - Die KSC-Bosse haben die Notbremse gezogen. Jörn Andersen wurde als Cheftrainer freigestellt, Markus Kauczinski soll die Badener noch vor dem Abstieg aus der zweiten Liga retten. Andersen musste gehen, weil er mit 0,6 Punkten im Schnitt pro Spiel der erfolgloseste aktuelle Zweitligacoach war - Kauczinski wurde das Vertrauen geschenkt, weil der Diplomsportlehrer bereits dreimal als Interimscoach seine Qualitäten bewiesen hat.
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Mit dem 41-Jährigen, der vor einer Woche die DFB-Fußballlehrerlizenz erwarb, sprach Peter Putzing.

Herr Kauczinski, endlich sind Sie Cheftrainer des KSC. Nach drei Anläufen als Interimscoach. Sind Sie froh darüber?
Das Gefühl, froh zu sein, das habe ich nicht. Die Situation, in der das Team steckt, das ist nicht schön, das macht nicht froh. Zudem bin ich zu diesem Job gekommen, weil ein Kollege gegangen ist. Da kommt kein Gefühl der Freude auf.

Sie wurden verpflichtet, um den KSC zu retten, um das Unmögliche noch möglich zu machen. Gibt es einen Masterplan?
Wir haben viele kleine Dinge entdeckt, die man verbessern kann…

… und die wären?
Angefangen im individuellen Spiel, im Anlaufen des Gegners oder im direkten Zweikampfverhalten. Es gibt auch im taktischen Bereich zu tun. Wir können in allen Bereichen Besseres abliefern als zuletzt gezeigt. Mit diesen Spielern müsste es möglich sein, jedes Team in der zweiten Liga zu besiegen. Wir arbeiten an grundlegenden Dingen, um das zu schaffen. Wie zum Beispiel am Stellungsspiel. Oder die Abstimmung im 4:4:2 System. Wir sind dabei, das individuelle Verhalten und das Gesamttaktische zusammenzubauen.

Sie sagten einmal, das 4:4:2 System wäre ihr Lieblingssystem. Ist das ein Postulat?
Nein, meine Mannschaften müssen mehrere Systeme beherrschen. Mit dem Regionalligateam haben wir auch im 4:1:4:1 gespielt oder in einem 4:2:3:1 System. Alles kann funktionieren. Ich richte das System nach dem aus, was die Spieler können. Das, was in der jeweiligen Situation am besten zur Mannschaft passt, wird umgesetzt. Aber all das ist nicht in einer Woche erfüllbar.

Was ist Ihr primäres Ziel?
Die Relegation oder der direkte Klassenerhalt? Wir nehmen es, wie es kommt. Wenn wir den Klassenerhalt hinbekommen, wäre das prima, wenn wir es über die Relegation schaffen, ist es auch in Ordnung.

Und wie groß ist Ihr Glaube, dass Sie mit dem KSC den Klassenerhalt schaffen?
Ich halt mich da nicht an den Glauben - ich arbeite dafür. Ich versuche jeden Tag, dass es etwas besser wird. Mal schauen, was dabei rauskommt. Auf etwas zu hoffen oder zu glauben, damit beschäftige ich mich nicht. Ich arbeite für das nächste Spiel. Ich mache mir Gedenken, wie wir das gewinnen können, wie wir da besser Gegentore vermeiden können und ganz einfach besser spielen. Das ist das einzige was mir wichtig ist.

Wichtig muss Ihnen aber auch die kommende Saison sein, denn Sie haben einen Vertrag als Cheftrainer des KSC bis 2014. Sie müssen planen.
Im Moment muss ich für das Spiel gegen Union Berlin planen. Darauf liegt das Hauptaugenmerk, auch der große Trainingsumfang. Wenn der etwas nachlässt, werden wir bestimmt in diese Richtung Gespräche führen. Im Moment liegt der Fokus auf der Trainingsarbeit, um da die Voraussetzungen zu schaffen, dass wir nicht absteigen.

Was hat denn Ihre Frau gesagt, als Sie Ihr erklärten, dass Sie in das Trainerkarussell einsteige und dort auf einem der Schleudersitze Platz nehmen wollen?
Sie hat mir diese Entscheidung überlassen. Es gab aber keine andere Überlegung. Ich bin diesem Verein viel schuldig. Der KSC gab mir die Möglichkeit, mich über elf Jahre hinweg als Trainer zu entwickeln. Da kann ich mich nicht verpissen und sagen, ich will mir da nicht die Finger verbrennen. Daher musste ich diese Verantwortung ganz einfach übernehmen, ich habe übrigens auch den Spielern gesagt, dass Sie jetzt mehr Verantwortung übernehmen müssen.

Ihr Debüt als Cheftrainer steigt gegen Union Berlin. Die Berliner verloren zuletzt zu Hause gegen Frankfurt mit 0:4.
Dieses Ergebnis sagt nicht viel aus. Union Berlin ist eine körperlich starke, schnelle und zweikampfstarke Mannschaft, die bei Standardsituationen sehr gefährlich ist. Bei schnellem Spiel, bei exaktem Konterspiel aber sind sie anfällig.

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Kommentare [75]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (3840 Beiträge) | 28.03.2012 11:54
    Bewerten: (0)
    Man kann vor Trainer Kauczinski
    nur den Hut ziehen und ihm und der Mannschaft für diesen Husarenritt
    viel Glück und alles Gute wünschen.
  • (145 Beiträge) | 28.03.2012 11:55
    Bewerten: (0)
    heute gelobt - morgen beschimpft
    So wird es passieren, die zahlreichen Schreiberlinge mit ihrem Spezialwissen und 0 Prozent Analysen werden es am Ende wieder besser wissen.
    3 Liga wir kommen...
  • (5418 Beiträge) | 28.03.2012 14:49
    Bewerten: (0)
    Stimmt
    Sobald wieder ein Spiel verloren geht,werden alle über ihn herfallen und seinen Rausschmiss verlangen.
  • (977 Beiträge) | 28.03.2012 23:38
    Bewerten: (0)
    der Betreff
    heute gelobt - morgen beschimpft ist ein Volltreffer, dem man nichts hinzufügen kann - ausser dem Nachsatz mit der 3. Liga - noch sieben Spiele Hoffnung sind schliesslich auch da!!
  • unbekannt
    (1115 Beiträge) | 28.03.2012 12:10
    Bewerten: (0)
    sehr..
  • (6504 Beiträge) | 28.03.2012 12:25
    Bewerten: (0)
    richtig
  • unbekannt
    (1115 Beiträge) | 28.03.2012 12:59
    Bewerten: (0)
    das..
  • (278 Beiträge) | 28.03.2012 13:38
    Bewerten: (0)
    ...
  • unbekannt
    (1115 Beiträge) | 28.03.2012 13:55
    Bewerten: (0)
    13 Jahre..
    beim KSC reichen zur Einbürgerung.. zwinkern
  • (6504 Beiträge) | 28.03.2012 12:22
    Bewerten: (0)
    der Strohhalm ist zum Greifen nahe:
    festhalten und nicht mehr loslassen.

    Am besten dann: es wie Münchhausen machen und sich am eigenen Schopf rausziehen.

    Viel Glück und

    KSC forever!
  • (1061 Beiträge) | 28.03.2012 12:28
    Bewerten: (0)
    Ich denke schon...
    ... dass die heutige Ausbildung der Trainer (analog zu der der Spieler) deutlich besser ist als sie es früher war. Kaucze geht die Arbeit sachlich und zielgerichtet an. Ich denke er kann den Spielern besser vermitteln was zu tun ist als JA oder auch Scharinger es konnten. Machen wir uns nichts vor, bei JA ging es darum nocheinmal einen gut bezahlten Vertrag zu bekommen nach den Desastern bei seinen letzten Arbeitgebern. Ähnlich wie Skibbe ist er ab sofort nirgends mehr vermittelbar und wird es als Kommentator beim norwegischen Fernsehen versuchen müssen.

    Die nächste Wikinger Pleite offenbart sich ja gerade in Köln. Aber da meinte man Finke sei der Idiot und Solbakken der Heilsbringer. Wie man sich täuschen kann. Junge Typen die sich aus Eitelkeit den Schädel rasieren waren mir schon immer suspekt.
  • (5582 Beiträge) | 28.03.2012 12:36
    Bewerten: (0)
    wie kommst
    du drauf, dass JA einen gut dotierten vertrag hatte?
    wie kommst du drauf, dass JA genau das vor hatte?
  • (830 Beiträge) | 28.03.2012 12:43
    Bewerten: (0)
    weil er bruddeln will
    ja hat keinen hochdotieren vertrag, sondern war froh nen job zu haben. er hast sogar eingewilligt nur bis sommer vertrag zu haben..

    rein gehaltstechnisch is die trainerentlassung für den ksc fast eine nullrunde... an den kosten ändert sich nix.
  • (3195 Beiträge) | 28.03.2012 21:42
    Bewerten: (0)
    … bis auf das kleine Detail, dass wir zum wiederholten Male in nur einer Saison mehrere Trainergehälter parallel zahlen müssen, aber ist zu vernachlässigen, das Detail …
  • (830 Beiträge) | 29.03.2012 10:22
    Bewerten: (0)
    na honki
    da haste aber net richtig nachgedacht: scharinger ist so oder so angestellt, andersen hat so oder so vertrag. egal wen man geholt häte bzw ob es einen wechsel gegeben hätte oder net, die kosten bleiben nahezu gleich. also auch hier gilt: erst recherchieren dann denken dann schreiben....
  • (3692 Beiträge) | 28.03.2012 12:56
    Bewerten: (0)
    "... sich aus Eitelkeit den Schädel rasieren ..."
    Was soll denn der Kommentar jetzt?

    Es gibt halt Männer mit einem gewissen Testosteron-Überschuß, entweder man hat ihn oder halt net. zwinkern
  • (424 Beiträge) | 28.03.2012 18:36
    Bewerten: (0)
    @FG
    Andere Leut haben aus anderen Gründen lange Haare...\m/ grinsen
  • (83 Beiträge) | 28.03.2012 12:57
    Bewerten: (0)
    Der Talker mit dem meisten ....
    ....KSC Hintergrundwissen ist dem Vernehmen nach "Treubiszumbitterenende"....Wenn allerdings schon dieser von einem bitteren Ende azsgeht hab ich auch keine Hoffnung mehr
  • (5582 Beiträge) | 28.03.2012 13:19
    Bewerten: (0)
    bin ich das?
    wie kommst du drauf? weil ich eine frage gestellt habe? bedeutet es wenn man eine frage stellt automatisch, dass man hintergrundwissen hat? erklär mal!
  • (977 Beiträge) | 28.03.2012 23:46
    Bewerten: (0)
    bitteres Ende?
    Hab ich von ihm nirgendwo gelesen - aber wenn doch: Sich durch die Relegation die 2. Liga zu erhalten, wäre auch schon ein bißchen bitter für einen Verein, der in die 1. will.............
    Was ich niemals verstehen kann: Vereinen wie Hoffenheim, Wolfsburg oder Leverkusen wirft man hier Seelenlosigkeit und kein Tradition vor - aber 90 % dieser sich als "was Besseres" fühlende KSC-Fans, sind hier nur am Lästern und Mobben gegen ihren eigenen Verein, Spieler werden beleidigt, der Vorstand auf seine politische Zugehörigkeit verleumdet igitttigitt - einmalig und so in diesem Ausmass noch nirgendwo gesehen... 7 Spiele gibts noch - 21 Punkte sind zu vergeben - und hier hält nur eine Handvoll Fans zum KSC - übel übel

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