KSC-Talent Stindl: "Ich muss mich der Kritik stellen"
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Karlsruhe - Lars Stindl gilt als großes Talent. Doch der vielseitige Mittelfeldspieler konnte in den bisher ausgetragenen Zweitligaspielen des KSC nicht immer seine optimale Leistung abrufen.
Das lag auch daran, dass Stindl von einer Position auf die nächste geschoben wurde. Erst musste das Eigengewächs im linken Mittelfeld ran, dann durfte er auf seiner Lieblingsposition im zentralen offensiven Mittelfeld spielen. Neu-Trainer Markus Schupp stellte ihn nun ins rechte Mittelfeld. Dem Eigengewächs sind diese Rochaden "egal. Hauptsache ich spiele."
Dass der U21-Nationalspieler über Talent verfügt, hat sich inzwischen bis nach Frankfurt rumgesprochen, denn der Trainer der Eintracht, Michael Skibbe, weilte bereits zweimal im Wildpark, um Stindl unter die Lupe zu nehmen. Der 21-Jährige wäre günstig zu haben, denn sein Vertrag läuft Ende der Saison aus. Über all das sprach Peter Putzing mit dem Mittelfeldakteur.
ka-news: Herr Stindl, haben Sie die Niederlage von Kaiserslautern verdaut?
Stindl: Ein Derby zu verlieren, das ist hart. Wir wollten eigentlich unsere Serie ausbauen und haben dann verloren. Wir haben es analysiert und abgehakt. Es heißt jetzt: Sich konzentrieren und positiv nach vorne schauen.
ka-news: Was waren denn die Erkenntnisse, was kam denn bei der Analyse raus?
Stindl: Wir sind defensiv ganz gut gestanden, aber nach vorne hatten wir ganz einfach zu wenig Durchschlagskraft. Es fiel uns schwer, gute Angriffe zu inszenieren.
ka-news: Ihr Trainer meinte nach der 0:2 Niederlage, die Mannschaft habe mutlos gespielt, auch weil die Negativerlebnisse der Abstiegssaison noch in den Köpfen wären.
Stindl: Ich denke, wir haben das Abstiegsjahr abgehakt, konzentrieren uns auf die laufende Saison. Aber wir haben Probleme, das Ruder herumzureißen, wenn es nicht so läuft. Wichtig wäre, dass wir mal in Führung gehen.
ka-news: Es fehlt in der Offensive an Kreativität. Und dafür ist eigentlich Lars Stindl zuständig und vor allem: auch fähig.
Stindl: Richtig, ich muss mich da der Kritik stellen und versuchen, dass ich es im kommenden Spiel gegen Bielfeld wieder besser mache.
ka-news: Unter Markus Schupp spielen Sie eine defensivere Rolle auf der rechten Seite. Sie würden doch sicher lieber auf Ihrer Lieblingsposition, im zentralen Mittelfeld agieren, oder?
Stindl: Zuerst einmal bin ich froh, dass ich überhaupt spiele. Zudem komme ich mit dieser Position ganz gut zurecht. Aber ich würde auch gerne auf der "Zehn" spielen, hätte auf alle Fälle nichts dagegen, dort eingesetzt zu werden.
ka-news: Sie sind im Visier von Eintracht Frankfurt. Deren Trainer Skibbe war bereits zweimal im Wildpark, um Sie unter die Lupe zu nehmen. Wie ist das: Macht das nervös oder stolz? Oder beides?
Stindl: Davon weiß ich überhaupt nichts. Aber wenn das so ist, dann ist das doch absolut in Ordnung. Das freut mich, wenn auch andere sehen, dass ich Fußball spielen kann. Nervös macht so etwas nicht. Wenn es stimmt, ehrt mich das.
ka-news: Und denken Sie über die Eintracht nach? Immerhin läuft Ihr Vertrag zum Saisonende aus?
Stindl: Unsinn. Die Spielrunde hat kaum begonnen, wir haben noch sehr, sehr viele Partien zu bestreiten und zwar erfolgreich, das beschäftigt mich - nichts anderes. Ich habe den Fokus auf positive Ergebnisse gelegt, die ich mit dem KSC erzielen will und muss.
ka-news: Sie brauchen ein positives Erlebnis am kommenden Montag gegen Arminia Bielefeld.
Stindl: Richtig und wir werden alles dafür tun, damit das auch eintritt.
ka-news: Giovanni Federico trifft bei Bielefeld am Fließband, beim KSC hatte er sein Torgefährlichkeit verloren. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Stindl: Giovanni hatte bei uns auch viel Pech vor dem Tor. Das scheint jetzt weg zu sein. Es freut mich für ihn, aber ich hoffe, dass er nächste Woche kein Tor macht.
(Interview: Peter Putzing)
Mehr zu: KSC "Karlsruher SC" "Lars Stindl" Interview
- unbekannt(17 Beiträge) | 30.09.2009 11:35Geschwätzwenn er 1.Bundesliga kicken kann und will, dann weg mit ihm, sonst schadet er nur.Wenn sein Herz am KSC liegt, soll er es mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung klarstellen.
Ich erwarte am Montag einen KSC, der gewinnen will und das dem Publikum rüber bringt. Schluß mit Ausreden und Schönrederei.Kämpfen und Siegen..... - (481 Beiträge) | 30.09.2009 11:41@veteranDann muss der KSC ihm aber zuerst ein Angebot machen... Und bei dieser Frage haben Trainer und Manager großen Einfluss. Nur ist der Trainer noch nicht lange da und hatte bisher andere Baustellen - der Manager zögert im Moment auch verständlicherweise, da er erst mal den heutigen Abend abwarten muss.
Hätte Dohmen noch langfristige Verträge abgeschlossen hätte es ja sein können, dass ein neuer Präsi ohne Dohmen und der neue Mann ohne Stindl plant. Dann wäre wieder das "wie kann man da noch Verträge abschließen"-Theater im Gange.... - unbekannt(17 Beiträge) | 30.09.2009 12:05Fussballfanok.da hast du natürlich recht.
- (2 Beiträge) | 30.09.2009 12:58mmh...Zu Federico kein Wunder, wenn man 15 Kilo abnimmt. außerdem ist der für mich ein 2.Ligaspieler.
Zu Lars:
Bleib beim KSC! - (1979 Beiträge) | 30.09.2009 15:08@wuldadann hätte man doch Federico noch ein Angebot machen können. Minus 15 kg = Torschützenkönig. Ein richtiger Trainer/Manager muß so etwas erkennen.
- (98 Beiträge) | 30.09.2009 15:48FedericoBei einem richtigen Trainer hätte Federico die Pfunde in wenigen Wochen verloren -- hätte, wenn und aber....
Nun wird er Bielefeld in Liga 1 schießen und mal gespannt was er am Montag mit uns anstellt....
Er ist wieder in der Form unserer Aufstiegssaison... - (2300 Beiträge) | 30.09.2009 16:14@bobberWas hätte das wieder für einen Aufschrei bei allen Nörglern in der Sommerpause gegeben, wenn man mit Federico einen der großen Abstiegsversager zu üppigen Konditionen verlängert hätte?!
Denn zum Schnäppchengehalt spielt der Junge in Bielefeld sicherlich nicht. Sonst hätte gerade er seinen gutdotierten Vertrag in Dortmund bis 2010 ausgesessen. - (2300 Beiträge) | 30.09.2009 16:14@bobberWas hätte das wieder für einen Aufschrei bei allen Nörglern in der Sommerpause gegeben, wenn man mit Federico einen der großen Abstiegsversager zu üppigen Konditionen verlängert hätte?!
Denn zum Schnäppchengehalt spielt der Junge in Bielefeld sicherlich nicht. Sonst hätte gerade er seinen gutdotierten Vertrag in Dortmund bis 2010 ausgesessen. - (295 Beiträge) | 30.09.2009 16:36Alles eine Geld-frage.
Für einen guten Preis sofort kann er in der Winterpause weg.
Glaube der Stindl wird überschätzt.
Der kann einem z.B. Feulner jetzt BvB nicht mal das Wasser reichen also bei einem guten Preis kann er Silvester in Frankfurt feiern. - (7 Beiträge) | 01.10.2009 10:09(...)In der Winterpause wird ihn nur keiner kaufen, wenn er zum Saisonende ablösefrei wechseln kann.
Das ist typisch Dohmen, dass mit Vertragsverlängerungen immer bis zum letzten Moment gewartet wird, so dass der jeweilige Spieler längst Angebote von anderen Vereinen vorliegen hat, die dann finanziell natürlich auch attraktiver für ihn sind.
Es wäre doch kein Problem gewesen, mit Stindl schon letzte Saison zu verlängern (und sei es nur für ein Jahr) -er hätte 100%ig unterschrieben.
Auch wenn er nicht das grösste deutsche Talent ist, so ist er doch ein Nachwuchsspieler mit Perspektive, der dem Verein langfristig mit Sicherheit weiterhelfen wird. Zu seiner momentanen Leistungsschwäche sollte man auch sein Alter berücksichtigen - ein so junger Spieler kann noch gar kein Leistungsträger sein. - (401 Beiträge) | 01.10.2009 22:06ÜberschätzungIch denke, das ist das nächste "Talent", was sich deutlich überschätzt, zumindest in dieser Saison hat Stindl mich bei keinem Spiel überzeugt, er ist viel zu langsam (aktuell eigentlich auch für die 2. Liga) und hat meiner Meinung nach in der 1. Liga keine Chance, man sieht es ja an unserem anderen Talent Christian E. in Ho., wieviel Spiele hat der jetzt schon in der 1. Liga durchgespielt? Aber Hauptsache die Kohle stimmt.
- (7 Beiträge) | 02.10.2009 08:33@traxdata1Ob überschätzt oder nicht - es kann nicht sein, dass unsere Spieler reihenweise ablösefrei den Verein wechseln. Ich hab kein Problem damit, wenn ein Spieler den Verlockungen des Geldes folgt (so ist Fussball nunmal), jedoch sollte auch der Verein einen finanziellen Vorteil davon haben.
Da ist eindeutig der Manager gefragt, der sich aber , wie gesagt, mit Vertragsverhandlungen einfach zu viel Zeit lässt. Ein bisschen vorausschauende Planung sollte man schon erwarten dürfen.



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