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05.12.2012 16:01
 
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KSC-Stürmer Simon Brandstetter: "Ich will auf jeden Fall aufsteigen" [19]

Karlsruhe (ka-news) - Seine Leidenszeit war lange, sehr lange. Fünf Monate musste Simon Brandstetter auf seinen ersten Einsatz beim Karlsruher SC warten. Eine Viruserkrankung setzte den Angreifer, der vom SC Freiburg in den Wildpark wechselte, außer Gefecht. Gegen den 1. FC Heidenheim durfte der Stürmer, den alle Verantwortlichen im Verein hoch einschätzen, dann sein ersehntes Debüt geben.
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Simon Brandstetter
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Simon Brandstetter
Foto: marvinguengoer.de

Mit dem 22 Jahre alten Brandstetter sprach Peter Putzing

Herr Brandstetter, unter was haben Sie denn gelitten? War es das berüchtigte Pfeiffersche Drüsenfieber?
Ja, es war Pfeiffersches Drüsenfieber.

Und wie haben Sie es gefeiert, nach der langen Pause endlich das KSC-Trikot in der 3. Liga tragen zu können?
Ich war richtig glücklich, habe mich riesig gefreut über diese fünf Minuten. Das war ein Highlight, nach allem was hinter mir liegt.

Trainer Markus Kauczinski sagte: "Die Einwechslung war ein Zeichen für ihn. Er hat toll gearbeitet. Ich wollte ihm zeigen, dass er nach seiner langen Pause wieder Licht im Tunnel sieht." Das tut gut, oder?
Absolut. Aber das war auch während der Krankheit so, dass ich vom Verein super unterstützt wurde. Das hat in schwierigen Phasen geholfen. Dass der Trainer so etwas sagt, das finde ich prima.

Fünf Monate außer Gefecht. Das ist Riesen-Frust. Wie haben Sie den abgebaut? Am Sandsack, wie einst Toni Schumacher? Oder an der Bar, wie so manch anderer?
Ich habe es eher wie Toni Schumacher gemacht. Ich bin in meinen Kraftraum, den ich zu Hause habe. Da habe ich gemacht was ging. Liegestützen bis mir fast die Adern geplatzt sind. So habe ich den Frust raus gelassen. Ich habe zudem viel mit meinen Eltern und Freunden geredet, viel mit der Familie unternommen um auf andere Gedanken zu kommen. Dann ist ein guter Kumpel von mir Mentaltrainer, auch mit dem habe ich gearbeitet.

Haben Sie manchmal gedacht: Das wird eh gar nichts mehr?
Ganz ehrlich? Ja. Aber die Ärzte und mein Umfeld haben mir immer wieder Mut gemacht, sagten: Das wird auf jeden Fall wieder. Es sei nur eine Frage der Zeit. Bei mir hat es fünf Monate gedauert, es gibt Leute, bei denen dauert es ein, zwei Jahre bis sie wieder fit sind. Da kann ich mit den fünf Monaten zufrieden sein. Ich kann mich wieder voll belasten, habe auch keinen Schwindel mehr, der anfangs immer wieder als Nachwirkung  kam.

Die KSC Verantwortlichen trauen ihnen viel zu, erwarten einiges von Ihnen. Ist das Freude oder Belastung nach dieser gesundheitlichen Auszeit?
Ich bin zum KSC gekommen, um etwas Positives zu leisten. Erwartungen sind normal, wie der Druck. Damit kann ich gut umgehen.

Jetzt sind Sie fit. Müssen sich da die etatmäßigen Angreifer Rouwen Hennings und Koen van der Biezen fürchten?
Ich bin fit, kann voll trainieren und habe Riesenspaß dabei. Ein fairer Konkurrenzkampf ist immer gut -  und in den werde ich einsteigen. Es ist mein Job, Gas zu geben und da zu sein, wenn einer nachlässt. So etwas ist leistungsfördernd für die Mannschaft. Ich mache mein Ding, haue mich rein – das sehen die Trainer.

Das Nahziel ist wohl die Partie im Pokal gegen den SC Freiburg?
Da bin ich heiß drauf. Da will ich dabei sein. Ich denke jeden Tag an dieses Spiel. Dafür gebe ich Vollgas – um dort dann erfolgreich dabei zu sein. Ich freue mich, die alten Kumpels zu sehen.

Gibt es noch Kontakte in den Breisgau?
Sicher. Viele. Ich telefoniere regelmäßig mit Daniel Caligiuri, mit Jonathan Schmid. Zu etlichen anderen, wie auch Sebastian Freis, habe ich Kontakt per SMS.

Wie schätzen Sie die KSC-Chancen ein?
Die Favoritenrolle ist klar – die hat der SC. Aber wir sind gut drauf, wir sind heiß, haben ein Heimspiel, in dem die Hütte brennt. Das ist ein Derby – ich traue uns eine Überraschung absolut zu. Wir werden nicht hundert Prozent, sondern 150 Prozent geben. Wenn uns dann der SC schlägt – dann haben die es verdient. Aber wir werden jeden Grashalm auf dem Platz beackern, um zu gewinnen.

Zurück zur Liga: Was erwarten Sie von sich im weiteren Saisonverlauf? Einen Stammplatz?
Ich will in den zwei verbleibenden Spielen dabei sein, vielleicht noch zweimal zum Einsatz kommen, wenn wohl auch nur teilweise. Vielleicht gelingen mir auch ein, oder zwei Tore. Nach der Winterpause greife ich voll an, habe natürlich einen Stammplatz im Visier. Das muss das Ziel jedes Spielers sein.

Gibt es für die Zeit nach der Winterpause exakte Ziele?
Ich bin Stürmer, ich will so viele Tore wie möglich erzielen. Ich habe mein Leben nichts anderes gemacht als Tore zu schießen. Und: Ich will auf jeden Fall aufsteigen.
 

Mehr zu: KSC "Karlsruher SC" Ticker Topmeldung "Simon Brandstetter" Interview



Kommentare [19]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2384 Beiträge) | 05.12.2012 16:23
    Soso? Er will auf jeden Fall aufsteigen? wer will das nicht?
    ich wollte erst gar nicht, daß der KSC absteigt!
  • (5320 Beiträge) | 05.12.2012 16:37
    ach, tust Du Dir nicht selbst leid Willi? geh' heulen!
    Du gehst doch ohnehin nicht mehr in den Wildpark. Warum dann die Euphorie?

    Und einen Apo' für Dich...

    grinsen
  • (1974 Beiträge) | 05.12.2012 18:46
    Du scheinst vom Leben verwöhnt worden zu sein,
    wenn es bei dir immer nur aufwärts ging.
  • (8638 Beiträge) | 05.12.2012 16:57
    ot: Unser Spiel kommt...
    wieder live beim SWR als stream.
  • (330 Beiträge) | 05.12.2012 17:46
    Wer Brandstetter??????
    Ist man (n) eigentlich Aufsteiger, auch wenn man kein Spiel mitmachen durfte????

    Erst Leistung zeigen und dann schwätze!!!!!!!!
  • (1258 Beiträge) | 05.12.2012 17:52
    das gilt auch
  • (188 Beiträge) | 05.12.2012 18:01
    Der!!!
  • (1324 Beiträge) | 06.12.2012 08:48
    unnützer
  • (1000 Beiträge) | 06.12.2012 08:55
    Fragen
    bei einem Interview beantworten und nix schwätze? Wie geht das?
  • (313 Beiträge) | 05.12.2012 18:19
    @ opi51 + Willibert Emms
    Bitte mal zwischendurch den braunverschmierten Mund abputzen. Oder besser noch das chronische Scheixxgelaber einstellen.
  • (1044 Beiträge) | 05.12.2012 21:45
    Man liest heute erstaunliches in den BNN....
    .....im Falle eines Sieges gegen den SC könnten eventuell Verstärkungen zur Winterpause kommen, wenn Kempe weiter schwächelt. Man denkt da an Charalambous oder Eichner. Mit ersterem wäre ich sehr einverstanden, Eichner hat das exakte Flanken bei Vorstößen komplett verlernt. Den muss man erst mal wieder aufpäppeln, wenn er wieder käme. Celozzi würde ich auch wieder nehmen, nachdem er beim Verein in der verbotenen Stadt nicht Fuß fassen konnte......
  • (449 Beiträge) | 06.12.2012 03:04
    Exakte Flanken?
    von Eichner??? Wann soll das bitte der Fall gewesen sein, Eichner konnte noch nie gut flanken. Bei Vorstößen war er recht gut, aber seltenst effektiv. Eichner brauchen wir also wirklich nicht. Über Charalambous würde ich mich freuen, er hat sich zusammen mit Rada und Soumare den Arsch aufgerissen und uns fast sogar vorm Abstieg bewahrt mit seinem Tor in der Rele. Wenn er derzeit fit is (soweit ich weiß hat er keinen neuen Verein) wäre er eine willkommene Verstärkung.
  • (1044 Beiträge) | 06.12.2012 08:17
    Eichner hatte....
    ....wirklich mal eine erfolgreiche Flankenzeit und zwar in der Hinrunde 2007/2008. Aber da spielte jeder im Team überragend und zum Abschluss der Hinrunde hatte der KSC schon fast 30 Punkte auf dem Konto. Und nach der Winterpause ging es ständig bergab, bis Kauczinsky jetzt die Truppe übernahm.
  • (449 Beiträge) | 06.12.2012 08:39
    Naja
    Eine erfolgreiche Saison reicht halt net, besonders wenn es die erste Saison nach unserem Aufstieg war wo jeder wie im Rausch spielte. Eichner ist mir nie im Gedächtnis geblieben als jemand der gut Flanken konnte sondern seine Flanken waren entweder meistens zu weit oder man wusste gerade nicht ob er Flanken oder schießen wollte. An seine Vorstöße kann ich mir gut erinnern zuletzt beim KSC waren die aber ebenfalls oft wirkungslos. In Hoppenheim ging er komplett unter und erst in Köln wurde er wieder eine Stütze für die Mannschaft, da ist er mir aber auch eher durch sein gutes Verteidigen aufgefallen als durch Offensivspiel.

    Wie gesagt, wenn ich die Wahl hab will ich lieber Charalambous wieder sehen.
  • (1250 Beiträge) | 05.12.2012 23:36
    Ich finde...
    ...die Ansage des Jungen echt gut.Der brennt,ich hoffe er reisst was.
  • (431 Beiträge) | 06.12.2012 06:09
    Das hoffe ich auch !
    Gut, dass sich das Lazarett etwas lichtet. Der KSC kann jeden Spieler brauchen.
    Charalambous würde ich Eichner vorziehen. Aber beide wären sicherlich eine Verstärkung für den KSC-Kader im Blick auf die zweite Liga.
  • (1802 Beiträge) | 06.12.2012 07:46
    Eichner...
    der alte Dreckssöldner soll weg bleiben.........Er hat köln vorgezogen.Dem sein Herz kann gar nicht blau-weiss-schlagen.....
  • (1722 Beiträge) | 06.12.2012 08:27
    Das Herz eines Fußballers schlägt in €
    Es gibt keine Romantiker mehr
  • (449 Beiträge) | 06.12.2012 12:45
    Oh doch
    es gibt nach wie vor einige die langen ihren Vereinen lange treu bleiben. Auch wenn heute so gut wie alle Spieler Söldner sind gibt es immernoch einen Grad an Söldnerei. Eichner ist in der Söldnerrangliste ziemlich weit oben in meinen Augen.
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