"Jan the Man": Ex-Karlsruher Keeper kickt auf der Insel
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Karlsruhe/Bolton (pp) - Die Geschichte von Jan-Ole Sievers hat märchenhafte Züge: Es war einmal ein hoch talentierter Torhüter, der in der B-Jugend des badischen Zweitligisten Karlsruher SC Topleistungen ablieferte. Doch das reichte dem gebürtigen Karlsruher, der auch schon in die badische Auswahl berufen worden war, ganz einfach nicht. Er wollte noch besser werden, wollte etwas Neues kennen lernen, wollte ins Mutterland des Fußballs - nach England.
"Die erste Woche war richtig krass"
Jan-Ole flog zum Probetraining, überzeugte mit seinen Flugkünsten und seiner ruhigen Art alle in Bolton - und unterschrieb nur 14 Tage später, im August 2011, einen Vertrag bis 2013. Danach bezog er flugs ein winziges Acht-Quadratmeter-Zimmer bei Gasteltern in einem schmalen Backstein-Reihenhaus. England pur. Nun erhält er monatlich ein ordentliches Taschengeld und bekommt zudem fünf Heimflüge pro Jahr.
"Tja, das war eigentlich schon wie in einem Märchen. Aber die erste Woche war richtig krass. Da hatte ich richtig Heimweh, danach ging's", erinnert er sich heute. An eines konnte er sich jedoch bisher noch immer nicht gewöhnen: an das britische Wetter. "Da war's daheim in Baden schon wesentlich öfter sonnig." Doch sonst, sei alles gut. "Ich wurde sofort gut aufgenommen." Inzwischen werde auch sein Englisch immer besser. "Da hilft natürlich, dass ich jeden Freitag vom Verein einen Englischlehrer gestellt bekomme." Übers Internet hält er Kontakt zu Freunden. Auch zur Familie hat er regelmäßig Kontakt. Nach Hause fliegt er alle zwei Monate, dazwischen bekommt er auch in Bolton häufig Besuch von Familie und Freunden aus der Heimat.
"Glamour gibt's nicht"
Wenn bei den Heimattrips einer nach dem Luxus in der Premier League, nach Wohltaten bei den Bolton Wanderers fragt, dann muss Jan-Ole antworten: "Fehlanzeige. Glamour gibt's nicht." Harte Arbeit in einem tristen Umfeld ist angesagt für den inzwischen 17 Jahre alten Keeper. Fast 190 Zentimeter ist Jan-Ole groß und 76 Kilogramm schwer. Er wirkt sehr durchtrainiert. Dafür arbeitet er unter Torwarttrainer Neil Edwards ("Der ist hart, aber herzlich!") täglich rund zwei Stunden. Von nichts - kommt nichts, heißt die Devise von Boltons Trainer. Und dementsprechend sieht auch Jan-Oles Tagesablauf aus. Kurz vor acht muss er raus aus den Federn.
Um neun geht's zum Training. "Zum Gelände muss ich nur fünf Minuten laufen." Von neun bis zehn wird im Kraftraum gearbeitet. Von 10.15 bis kurz nach 11 Uhr: spezielles Torwarttraining. Dann wird eine weitere Stunde mit der Mannschaft geübt. Nach dem gemeinsamen Essen im Bauch des Boltoner Stadions, in dem auch das College stattfindet geht es weiter. "Mir schmeckt hier nur Fish and Chips, die restliche englische Küche ist nicht so mein Ding!", äußert Jan-Ole. Danach fängt das College an - oder eine weitere Einheit steht auf dem knallharten Trainingsplan. Zudem absolvierte Jan-Ole eine englische Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. die endet Anfang 2013, "dann möchte ich mit den Verantwortlichen reden, ob ich nicht nebenbei das Abitur oder zumindest das deutsche Fachabitur hier ablegen kann."
Spitzname: "Jan the Man!"
Apropos 2013. Da erwartet ihn ein "neuer Job." Den des "Profi-Dieners". Bei englischen Profiklubs ist es Sitte, dass Jugendspieler für einen Profi den "Butler" spielen müssen. "Dann muss ich dem auserkorenem Spieler die Schuhe putzen, Getränke herrichten - aber das ist O.K. Das gehört hier dazu, das muss man annehmen, da bekommt man auch den einen oder anderen Tipp."
Wenn er am späten Nachmittag in sein Zimmerchen kommt, legt er sich regelmäßig eine Stunde hin, um wieder Kraft zu schöpfen. "Ab und zu gehen wir mit dem Team abends gemeinsam ins Kino oder ein wenig durch die Stadt. Aber mein Leben hier ist komplett auf den Fußball ausgerichtet", so der Keeper, dem die Kumpels schon einen Spitznamen verpasst haben: "Jan the Man!" In Anlehnung an den Weltklasse-Torjäger Ruud van Nistelrooy, der "Van the Man" hieß.
Und "Jan the Man" durfte auch, trotz seiner erst 17 Jahre, bei den Profis mit trainieren. "Da war ich richtig nervös." Stammkeeper Jussi Jääskelainen würdigte ihn kaum eines Blickes, sagte erst nach 20 Minuten drei Worte: "Hi, I'm Jussi." Das fand Jan-Ole etwas komisch, konzentrierte sich jedoch auf seinen Job und erhielt am Ende ein unerwartetes Lob vom Finnen. "Well done!" Gut gemacht! "Wie es aussieht, bin ich da bald wieder mal mit dabei. Natürlich will ich Profi werden. Deshalb bin ich hierher gekommen." Den Weg zu gehen, wie Ron-Robert Zieler, der auch in England bei Man United war und inzwischen Stammkeeper bei Hannover 96 und auch schon Nationaltorhüter ist - das wäre ein Traum. Oder - ein Märchen, das wahr wird. Es war einmal…
Mehr zu: KSC "Karlsruher SC" Topmeldung "Bolton Wanderes" "Jan-Ole Sievers"
- (93 Beiträge) | 12.04.2012 18:00was glaubt Ihr...???was glaubt Ihr, was der so verdiehnt???
Nun erhält er monatlich ein ordentliches Taschengeld und bekommt zudem fünf Heimflüge pro Jahr.
Würde mich echt mal interessieren.
Wahrscheinlich noch mehr, als bei den KSc-Profis, oder???
Und das mit gerade mal 18 Jahren... - (3946 Beiträge) | 13.04.2012 01:02um jeden Preis?also, mein Sohn wollte ich zu Hause in der Familie in so jungen Jahren nicht missen.
Er war auch auf Schöneck, er war mit Freis, Schröder, Traut u.a. mit einer Auswahl in Nottingham, also durchaus talentiert.
Übrigens auch im KSC-Talenteam unter der Ägidevon Bergmann und Pezzaoili und war auf dem OHG-Sportgymnasium.
in der A-jugend spielte er in der Jun. Verbandsliga.
Bei den Herren begann er in der Landesliga und spielte eine Saison wirklich klasse.
Folgendes: In den Jugenden gab es in den versch. Vereinen immer wieder innere Probleme und Ärger, bei seiner zweiten Station den Herren, die Mannschaft spielt heute in der VL, gab es einen sogen. Sponsor der sich wie ein Patriarch aufführte und das wegen 700-800 Euros (plu3s x Training, Wochenende auch immer "futsch").
Das alles hat einen jungen Menschen so desillusioniert, dass er nach insgesamt 4 Jahren bei den Herren, einfach hinschmiss und damit auch
sein Talent, jammerschade.
Meine subj. Meinung wäre sogar evtl. die OL drin gewesen. - (5582 Beiträge) | 13.04.2012 10:01duvergleichst dein junior mit einem tormann der in england bei bolton unter vertrag steht und 7 tage die woche trainiert?
ok
- (3946 Beiträge) | 13.04.2012 17:34habe ich das geschrieben?wenn Du richtig lesen würdest, könntest Du das auch richtig interpretieren können.
Wenn er sich nicht selbst in GB gemeldet hätte, würde er wahrscheinlich da stehen, wo mein Junior ist, Umkehrschluss: Was wäre, wenner sich dort auch gemeldet hätte?
Und das wäre mir, NICHT wert gewesen, wie bereits in meinem ersten Artikel aufgeführt.
Ob er es letztendlich "richtig" schafft, da gehört nicht nur Können, sondern auch die "richtigen" Trainer, die einen Draht zu diesem jungen Mann benötigen, Beziehungen und Glück ebenso UND, dass er gesund bleibt.
Das Alles sind die Faktoren, die zusammen kommen müssen, jetzt alles clear? - (5582 Beiträge) | 17.04.2012 06:58da
- (3946 Beiträge) | 17.04.2012 17:00was ist dennletztendlch "stolz" ausgegangen?
- (5582 Beiträge) | 18.04.2012 06:54die frageergibt für mich keinen sinn. solltest du sie neu und verständlich stellen, werde ich sie versuchen zu beantworten STOLZER papa
- (5582 Beiträge) | 13.04.2012 10:02ach ja,schön zu wissen was dein junior bis heute so erlebt hat!
- (89 Beiträge) | 12.04.2012 18:18Naja ...... fuer die 5 Ryanair-Fluege kannste mal locker 29.- x 5 = 145,- aufrufen. Das sind schonmal SATTE 10 Euro im Monat Taschengeld
- (5444 Beiträge) | 12.04.2012 19:10und 'n Ryanair-Kalender
- (93 Beiträge) | 12.04.2012 18:45nee...die kriegt er doch bezahlt, oder???
- (89 Beiträge) | 12.04.2012 19:25Und nen Voucher ...... fuer Sandwandwiches. Nochmal 5x3,- Euro!! So langsam lohnt sich das Ganze.
- (1065 Beiträge) | 12.04.2012 20:03Vielleicht kommtder Junge irgendwann wieder zum KSC.
- (1079 Beiträge) | 12.04.2012 20:28Respekt!aber wie konnte er allen Ernstes vom 'KSC' weg gehen.. B-)
- (354 Beiträge) | 12.04.2012 23:36Respekt 2dem Jungen kann man nur alles gute und viel Glück für seine Profikarriere wünschen!Geld spielt hier noch keine Rolle und wenn er es dann irgendwann mal schafft, hat er es auch verdient.Die Schule in England ist nicht die einfachste,fern von Heimat gehört auch ein gewisser Biss dazu.Und 2014 zurück zum KSC , dann hat er alles richtig gemacht
- (1829 Beiträge) | 13.04.2012 09:52Meine Hochachtung !!fremdes Land,fremde Leute,fremde Sprache,miserables Essen,aber der junge Mann hat Wille ,Ehrgeiz und vor allem Ziele ! Es ist wirklich nur ein gutes Taschengeld, aber irgendwann,wenn er den Sprung ins A-Team schafft,dann ist er bei den guten Geldverdienern dabei ! Dann hat sich die Mühe gelohnt.Ich selbst war vor über 20 Jahren Jugend-Gastspieler beim FC Aberdeen in SCO, hier gab es das damals auch schon,daß man einem Profi zugeordnet wurde.Wenn man sich nicht zu eitel ist, ist das eine gute Sache,man ist ganz nah am Spiel,an den Geschehnissen,am Trainigsbetrieb und an den Spielern dran.Noch heute habe ich Kontakt zu 2 "Damaligen".Meine Faussballschuhe hängen längst am Nagel, aber circa 2 x Soccercenter im Monat geht immer noch..........Junge mach weiter so.RESPEKT.
- (5582 Beiträge) | 13.04.2012 10:03hör doch uff
- (2290 Beiträge) | 13.04.2012 11:05Kicken konnteer vielleicht schon, aber er macht sich wieder mal jünger, als er ist (vor 20 Jahren Jugendgastspieler !).
- (2364 Beiträge) | 13.04.2012 11:29Er sagte ..."vor ÜBER 20 Jahren".
Das können dann auch 40 Jahre gewesen sein ...
- (1829 Beiträge) | 13.04.2012 12:58stimmt !deshalb bin ich ja auch wieder nach ca. 3 Wochen zurück nach good old karlsruhe....
Aber kicken geht noch mein Freund.Die Fussballschuhe hatte ich für den KFV und den VFB Knielingen geschnürt......
Das war in etwa genau vor 28 Jahren.
Ist doch auch wurscht ,wen interessierts ?? und obs jemand glaub oder auch nicht..egaaaal ist doch mein lebbben. Hauptsache 3 Points aus Ingoldstadt.




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