Vorwürfe der Fans
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Karlsruhe/Stuttgart cre -
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So schildert ein erboster Stadionbesucher gegenüber ka-news: "Die KSC-Fans, die nicht nur aus Hooligans bestehen, waren im Ausgangsbereich des Stadions in einem zirka drei Meter breiten Korridor aus Zäunen eingesperrt, der vorne von Polizisten abgesperrt war, und konnten sich kaum bewegen." Im Gegensatz hierzu hätten sich die Fans der Stuttgarter vor dieser Absperrung frei bewegen können. "Daher waren auf dieser Seite ausschließlich gewaltbereite VfB-Anhänger zugegen", behauptet der Leser weiter.
"Sinnloser und vollkommen unangemessener Polizeieinsatz"
Ebenfalls beklagen Karlsruher Zuschauer, die Polizei habe zu diesem Zeitpunkt nicht versucht, eine Sicherheitszone zu errichten. "Sie haben zuerst tatenlos zugesehen und den Schmährufen zugehört, bis dann Plastikbecher und leichte KSC-Fahnen mit vielleicht fünf Millimeter durchmessenden Holzstangen flogen. [...] Daraufhin wurde ein Stück Zaun geöffnet und berittene Beamte sind in den Korridor geprescht und haben munter drauf los geknüppelt", beschreibt ein Betroffener das Geschehen.
Im schmalen Durchlass vom Stadion zur Benzstraße will auch "Wolle" Emmert, Einsatzleiter der fünf Karlsruher Fanbetreuer, Opfer des Polizeieinsatzes geworden sein. Von einem Polizeipferd niedergeritten, habe er Verletzungen an der Schulter erlitten. "Diese Polizeiaktion ist völlig daneben, man kann doch nicht auf engstem Raum voll in die Leute reiten", schimpfte Emmert, der seit 25 Jahren in der Fanarbeit tätig ist, gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten". So schilderte auch ein ka-news-Leser: "Bei den Opfern eines sinnlosen und vollkommen unangemessenen Polizeieinsatzes handelte es sich nicht nur um Fans mit schwarzen Kapuzen, sondern auch um unbeteiligte Familienväter und deren Kinder, die gleichermaßen in Angst und Schrecken versetzt wurden."
Polizei Stuttgart verspricht jeder Beschwerde nachzugehen
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Dabei habe man beim Abmarsch der KSC-Fans Polizeipferde einsetzen müssen, um die Menschen vom errichteten, und ursprünglich mit schwarzer Folie verhangenen Sicherheitszaun fern zu halten. "Der Sichtschutz war vorhanden, um beide Gruppen nicht durch den Anblick des anderen zu provozieren", so Keilbach. Immerhin wisse man, dass es immer wieder Personen gebe, die nur zu einem Fußballspiel gingen, um sich anschließend mit den Gegner anzulegen.
"Natürlich ist bei einem Einsatz mit der Reiterstaffel auch immer etwas Fingerspitzengefühl gefragt", erklärte Keilbach weiter. Weitere Auskünfte könne man vor dem Abschluss der internen Prüfung allerdings noch nicht geben. "Wer sich aber gemeinsam mit gewaltbereiten Personen ein Fußballspiel anschaut und die Lage danach eskaliert, der läuft Gefahr, mittendrin zu landen", so der Pressesprecher. Dies solle dennoch keine Entschuldigung für zu unrecht verletzte Zuschauer sein. Vielmehr bitte er darum, Vorwürfe direkt an das Polizeipräsidium Stuttgart zu übermitteln und versprach: "Wir werden jeder Beschwerde nachgehen." So könne man für die Zukunft aus den gemachten Fehlern lernen - und irgendwie schwingt die Hoffnung mit, in der kommenden Saison auch abseits des Platzes ein friedliches Baden-Württemberg-Derby zu erleben.




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