- Stuttgart 21:
Galerie: S21: Demo und Abriss Südflügel
Um 13 Uhr sollte der Abriss des Südflügels am Stuttgarter Hauptbahnhof beginnen. Doch zunächst rührte sich nichts, technische Probleme verzögerten den Beginn der Arbeiten um zwei Stunden. Hinter der Absperrung warteten Stuttgart-21-Gegner auf den beginnenden Abriss. Ihre Hoffnung auf eine weitere Verzögerung hatte sich am frühen Morgen zerschlagen, denn das Gericht lehnte einen Eilantrag des Bonatz-Enkel Paul Dübbers ab und gab damit der Bahn grünes Licht für den Abriss.
Am Abend tritt Paul Dübbers auch als Redner auf der 109. Monatgsdemo auf und zeigt sich entsetzt "mit welcher Brutalität ein wichtiger Teil des Bahnhofs zerstört wird." Die Montagsdemo ist die größte seit der Volksabstimmung im November vergangenen Jahres, aber trotz der Abrissarbeiten am Südflügel finden nur rund 2.500 Teilnehmer den Weg zum Ort des Geschehens. Matthias von Herrmann, Sprecher der Parkschützer, sprach von destruktiven und völlig sinnlosen Aktivitäten. Da weiterhin auf dem Gelände des Grudwassermanagements nicht gearbeitet werden darf und der vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim verhängte Baustopp gilt, sehen viele Demonstraten die Arbeiten am Südflügel als Provokation der Bahn.
»Die Wahrscheinlichkeit, dass es 2020 wird, ist sehr groß«, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Dienstag dem Radiosender hr-Info. Die Verspätungen beim Bau des Stuttgarter Tiefbahnhofes häufen sich, selbst 2025 als Datum der Fertigstellung scheint nicht unrealistisch. Zu Kostensteigerungen und deren Übernahme äusserte sich Grube nicht.
Stuttgart
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