DVD-Tipps
10.09.2008 -
 | | Wim Wenders und die alten Männer (Foto: pr) |
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Vom Szenelokal in Havanna war schon 1998 nur noch das Wesentlichste übrig, die Bar. Sein Name wird indes die Zeiten überdauern: Buena Vista Social Club. Das liegt in erster Linie an einem einmaligen Musikerkollektiv - benannt nach dem populären Auftrittsort - und ihrer mit dem "Grammy" für die "Best Tropical Latin Performance" ausgezeichneten Platte. Zum Ruhm beigetragen hat natürlich auch die Dokumentation von Wim Wenders; der an den Erfolg seines gleichnamigen Films und die Nominierung für einen "Oscar" wohl dennoch nicht denkt, als er den amerikanischen Komponisten und Produzenten Ry Cooder mit einem Kamerateam nach Kuba begleitet.
03.09.2008 -
 | | Die Utopie vom klugen Fernsehen (Foto: pr) |
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Dem Establishment ans Bein pinkeln kann er ja ganz prima. "Die fetten Jahre sind vorbei" hat Hans Weingartner 2004 kapitalismuskritisch proklamiert. Jetzt träumt der Weltverbesserer unter den deutschen Regisseuren vom mündigen Konsumenten, von der aufgeklärten Unterschicht. Deren Trash-TV im Stile der Samenrennen-Show "Hol dir das Super-Baby" wird von Zampanos wie Rainer (Moritz Bleibtreu) produziert. Warum? Weil die Leute einschalten. Ein Zusammenstoß mit Pegah (Elsa Sophie Gambard) reißt den Dauerkokser aus dem Quotenwahn.
21.08.2008 -
 | | Kampf zwischen Kapitalismus und Religion (Foto: pr) |
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Der gefeierte Autorenfilmer Paul Thomas Anderson warf mit "Boogie Nights" einen Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie, ließ es in "Magnolia" Frösche regnen und besetzte sein nächstes Werk "Punch-Drunk Love" überraschend mit Brachialkomiker Adam Sandler. Nach geschlagenen fünf Jahren Wartezeit meldete sich das Regie-Wunderkind dann mit einem Donnern zurück: "There Will Be Blood" (Walt Disney Home Entertainment).
08.07.2008 -
 | Zurück zum Zeichentrick (Foto: pr) |
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Es muss weiß Gott nicht immer dreidimensional auf der Kinoleinwand zugehen. Der Bilderbuchklassiker "Die drei Räuber" des Elsässer Illustrators Tomi Ungerer jedenfalls umschmeichelt in liebevoll handgefertigter 2D-Animation nicht nur Kinderherzen. Dabei hat die kleine Tiffany (herzigst eingesprochen von Elena Kreil) zu Anfang wenig freudige Erlebnisse: Die Eltern tot und vom Gendarmen (Regisseur Hayo Freitag) ins Waisenhaus abgeschoben, kutschiert sie mit Puppe Pimpernella durch den dunklen Wald. Bis die drei Titel-"Helden" auf den Plan treten.
02.07.2008 -
 | | Stallones Rächer im letzten Gefecht (Foto: pr) |
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Sein "Rocky Balboa" konnte sich wider Erwarten nicht nur an der Kasse, sondern auch bei den Kritikern recht wacker schlagen. Sylvester Stallones zweite 80er-Ikone hat da bei letzterer Disziplin schon immer den etwas schwereren Stand: Das Image der Geschichte um den Vietnamveteranen leidet unter ihren miesen Fortsetzungen. Doch 20 Jahre nach "Rambo III" steigt nicht nur der Bodycount.
12.06.2008 -
 | | Ein funky Beat gegen Rechts (Foto: pr) |
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Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen. Intelligenzbestien sind die sich ständig gegenseitig auf die Glatzen klopfenden Neonazis in Armin Völckers Kinofassung von "Leroy räumt auf" trotzdem nicht. 2005 drehte er seinen mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm über den schwarzen Deutschen an der Schwelle zur Volljährigkeit (Alain Morel), dessen Freundin Eva (Anna Hausburg) fünf üble Skinhead-Brüder hat.
03.06.2008 -
 | | Michael Moores Doku-Diagnose (Foto: pr) |
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Arm dran, wer krank ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Fast 50 Millionen Amerikaner sind nicht krankenversichert. Obgleich Brachialdokumentar Michael Moore mit ihnen in seinen Drittling "Sicko" (Senator Home Entertainment) einsteigt, geht es die kommenden zwei Stunden vielmehr um die übrigen 250 Millionen. Denn sie sind nur vermeintlich besser dran.
03.05.2008 -
 | | Wie Michael auf die Maske kam (Foto: pr) |
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Die Knabenjahre der Schlächter haben Konjunktur. Leatherface (
ka-news berichtete) und Hannibal Lecter (
ka-news berichtete) sind ausgeweidet, da macht sich Genre-Fan Robert Bartleh Cummings alias Rob Zombie an John Carpenters Horror-Klassiker "Halloween - Die Nacht des Grauens". Mit dem ehemaligen Wrestler Tyler Mane gibt er dem Stehaufmännchen Michael Myers zwar eine beeindruckende physische Präsenz, seine psychologische Herleitung der Figur bringt aber außer "Schlechte Kindheit gehabt?"-Plattitüden nicht viel Neues zustande.
02.04.2008 -
 | | "Grindhouse", die Zwote und endlich trashiges Vergnügen (Foto: pr) |
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"All You Need Is A Girl And A Gun." Robert Rodriguez kennt wie so viele seiner Exegeten dieser Tage ganz offenbar Jean-Luc Godards erstes Gebot. So hat es der Kinogott jedoch gewiss nicht im Sinn gehabt und bis sich Rose McGowan alias Cherry Darling die bleispuckende Wumme ans amputierte Bein stecken darf, ist schon jede Menge Blut, Schleim, Gehirn wie Gedärm über die Retro-Leinwand gespritzt. Auch deshalb hat Rodriguez in "Planet Terror" (Senator Home Entertainment), seinem Beitrag zum zweigeteilten "Grindhouse"-Projekt, bis dahin schon so vieles todsicher so viel besser gemacht als Buddy Tarantino.
04.03.2008 -
 | Spannende Variation eines Voyeurismus-Klassikers (Foto: pr) |
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Ein Film mit Gewicht ist D.J. Carusos Variation des Voyeurismus-Klassikers "Das Fenster zum Hof" sicher nicht. "Disturbia" (Paramount Home Entertainment) deswegen mit dem Etikett "Psycho-Thriller" zu bewerben, trifft die Sache aber nur zum Teil. Dafür lässt man sich ungewöhnlich viel Zeit, eine nachvollziehbare und sich stetig entwickelnde Teenager-Geschichte um den vom Tod des Vaters traumatisierten Kale aufzubauen.
21.02.2008 -
 | | Erstklassiger Ersatz für alle "Lost"-losen (Foto: pr) |
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Ziemlich verloren dürfte sich so mancher "Lostie" in den vergangenen Monaten gefühlt haben. Jack, Sawyer, Kate, Hurley, Sayid, Locke und die Anderen hatten Sendepause. Zwar zeigt ProSieben nun endlich die dritte Staffel der besten (Mystery-)Serie seit Erfindung des Fernsehens, hinkt damit im vernetzten Zeitalter jedoch dem Wissenstand der meisten Fans hoffnungslos hinterher. Ein Füller muss her und die Ersatzdroge Nummer eins für alle "Lost"-losen heißt "Heroes" (Universal Pictures).
14.02.2008 -
 | | Scharfe Ratte (Foto: pr) |
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Natürlich hat jeder Feinde. Pixar fürchtet Dreamworks, lässt sich deshalb vom Walt Disney-Konzern fressen und die gemeine Ratte hat Angst vorm Küchenchef. Der kleine Held des nun auch auf DVD erhältlichen Pixar-Animationsstreifens "Ratatouille" (Disney) ist so ein Nager. Schließlich kennt sich die Trickfilmschmiede bestens aus im Tierreich. Doch wenn der schnufflige Remy im Gourmet-Tempel seines großen Kochidols Auguste Gusteau landet, betreten auch wir neue Flecken auf der Landkarte; und das hat am wenigsten damit zu tun, dass die Story nicht in Amerika, sondern Paris angesiedelt ist.
16.01.2008 -
 | | Kurzfilmklassiker-Compilation in Neuauflage (Foto: pr) |
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"Wir können alles. Außer Hollywood." Ein leicht verfremdeter Slogan, der sich so gut verkauft hat, dass die Erstausgabe der "Independent Days Vol. 01" von 2003 (
ka-news berichtete) restlos vergriffen war. Nicht mehr, denn der Kurzfilmklassiker ist zurück: Das Karlsruher Label Bohemia Filmkunst hat die Premierenzusammenstellung seiner Besten vom gleichnamigen Low- und No-Budget-Festival folgerichtig erneut ins Rennen geschickt.