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25.07.2011 11:03
 
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"Schau mal einer an...": Jan Wittmer gehörte am Sonntag die Hauptbühne [0]

Jan Wittmer
Bild:VoWa

Karlsruhe (sas) - Auch am dritten und letzten "Fest"-Tag blieb das Wetter überwiegend grau. Für sonnige Momente sorgten dagegen die Musik-Acts auf der Hauptbühne. Nach den klassischen Klängen der Badischen Staatskapelle zum traditionellen Hügelfrühstück und jazzigen Rhythmen der Galápagos Big Band, hatte Jan Wittmer die Bühne für sich. In einer knappen Dreiviertelstunde gab der "local hero" musikalische Geschichten aus seinem Alltag zum Besten.
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Mit einem breiten Grinsen im Gesicht kam Jan Wittmer am frühen Sonntagnachmittag auf die Hauptbühne. Dass er sich auf seinen Auftritt freute, war nicht zu übersehen. Energisch brachte er die Saiten seiner Gitarre zum Schwingen und stieg mit "Leben für den Lebenslauf" in 45 Minuten Musik Marke "Made in Karlsruhe" ein.

Die junge Generation deutscher Liedermacher

Live auf der Bühne und mit der Unterstützung seiner Band, bestehend aus Schlagzeug, Bass, Keyboard und einer weiteren Akustikgitarre, ist Jan Wittmer noch besser als auf seinem Album "Das Leben ruft Dich". Die durchdringenden Beats des Schlagzeugs nehmen dem ein oder anderen Song ein wenig die Melancholie. Doch so werden aus Liedern für die Akustikgitarre fast schon Rocksongs.

Mal humorvoll, mal melancholisch erzählt Jan Wittmer von ganz alltäglichen Situationen, die jeder kennt. Vom lästigen Klingeln des Weckers in "Mein Wecker und ich", der in seinem Fall auch noch einen Sonnenaufgang im Zimmer aufgehen lässt oder davon, wie man in der heutigen Zeit seine berufliche Karriere lückenlos zu verfolgen versucht in "Leben für den Lebenslauf". Auch um die Liebe geht es, wie im Titel "Ich vergess Dich für immer", ohne dass der Singer/Songwriter ins Schnulzige abrutscht. Ganz im Gegenteil - seine Songs sind voller Lebensfreude.

Seine Stimme, mit der er auch ohne Weiteres rockige Hymnen singen könnte, ist eine Spur dunkler als die von Philipp Poisel, mit dem er sich gern vergleichen lässt und klingt schon deshalb deutlich interessanter. Mit seinen Texten, in denen er von Begebenheiten aus dem Alltag erzählt, verkörpert er die neue Generation deutscher Liedermacher. Damit steht er im gewissen Sinne in der Tradition eines Reinhard Mey, der seit über 40 Jahren erfolgreich eingehende Lieder in deutscher Sprache schreibt.

Wie die Großen der Musikszene versuchte Jan Wittmer sein Publikum dazu zu bringen, bei seinem Lied "Wenn Du nur einmal an mich denkst" mitzusingen. Die Reaktion der "Fest"-Besucher vor der Bühne war jedoch etwas verhalten. Das lag womöglich daran, dass viele der Besucher nach einer langen Samstagnacht einfach noch nicht wach genug waren, um sich solch anspruchsvollen Aufgaben zu stellen.

"Ihr könnt mich alle mit nach Hause nehmen"

Lediglich eine dreiviertel Stunde gewährten die "Fest"-Veranstalter dem Karlsruher Sänger - im Vergleich zur bunt glitzernden Aura Dione im Jane-Fonda-Gedächtnis-Body, die knapp drei Stunden später volle 60 Minuten ausladend gestikulieren und trällern durfte. Doch dafür machte Wittmer seinen Fans ein unwiderstehliches Angebot: "Ihr könnt mich alle mit nach Hause nehmen", bot er an und fügte lachend hinzu: "in Form meiner CD."

Zum Schluss seines Auftritts dankte er artig seiner Band und dem gesamten Organisationsteam. Eine Geste, von der sich Bands wie "Razorlight", die am Samstagabend in erster Linie sich selbst gefeiert hatten, eine dicke Scheibe abschneiden könnten. Wer Wittmers Auftritt verpasst hat, kann am 23. September im Substage Liedern wie "Kontrolle ist besser" und "Skorpion" lauschen. Bis dahin bleibt genug Zeit, den Songtext zum Mitsingen zu lernen.

Mehr zu: "Das Fest 2011" "Jan Wittmer"

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