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Karlsruhe Rock auf dem Hügel: "Das Fest" wird auch 2012 stattfinden

"Das Fest" wird auch im Jahr 2012 wieder Tausende in die Günther-Klotz-Anlage locken. Der gemeinderätliche Hauptausschuss unter Vorsitz von Oberbürgermeister Heinz Fenrich hat am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung einmütig der "Das Fest GmbH" die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt, um mit den Vorbereitungen für Süddeutschlands größtes Open-Air-Festival beginnen zu können. Dies teilt die Stadt Karlsruhe am Nachmittag mit.

Nach dem Bericht über das operative Ergebnis der Veranstaltung 2011 und der Vorstellung des Wirtschaftsplans 2012 durch den Geschäftsführer der Fest-GmbH, Martin Wacker, urteilte OB Fenrich in Übereinstimmung mit den Ausschussmitgliedern: "Organisatorische und inhaltliche Neuausrichtung geglückt, Sicherheitskonzept überzeugt, kurz: Das Fest ist ein Event, das Seinesgleichen sucht".

Defizit von 2010 zu 2011 verringert

Dass die Wetterkapriolen 2010 und 2011 die finanzielle Festbilanz belasten, sei nicht den Machern anzulasten, herrschte Einigkeit. Deshalb stellte das Gremium zunächst für das kommende Jahr 150.000 Euro als Kassenkredit zur Verfügung, um der Gesellschaft die nötige Liquidität für laufende Kosten und Vorauszahlungen für Bands zu sichern. Das Gremium honorierte, dass die Bilanz für "Das Fest" 2011 zwar mit einem Minus von rund 180.000 Euro abschließe, dass es aber trotz der widrigen Witterungsbedingungen gelungen sei, das Defizit innerhalb eines Jahres um rund 135.000 Euro zurück zu fahren (Fehlbetrag 2010: über 315.000 Euro).

Durchgehend herbstliche Temperaturen, Regen am Eröffnungstag und in der Vorwoche sowie Schauer am Sonntag hatten die Kalkulation der Fest-Macher entscheidend durcheinander gebracht. Ging man von 135.000 verkauften Tickets aus, wurde tatsächlich nur die Zahl von 119.000 erreicht. Das bedeutete unter dem Strich ein Minus von rund 50.000 Euro. Auch die Getränkeerlöse lagen 96.000 Euro unter den mit 590.000 Euro angesetzten Einnahmen. Hinzu kamen kurzfristige Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten auf dem Festivalgelände (Mehrkosten: 52.000 Euro).

Sponsoreneinnahmen gesteigert

Ein erfreuliches Ergebnis, das Hoffnungen für die Zukunft weckt, seien die Steigerungen bei den Sponsoreneinnahmen: Anstatt der angesetzten 270.000 Euro konnten über 303.000 Euro eingeworben werden. "Die Identifikation der regionalen Wirtschaft mit dem Fest wächst von Jahr zu Jahr", so Geschäftsführer Martin Wacker. Durchweg positiv sehe die Bilanz des Festes 2011 aus, wenn es um Organisation, Sicherheit und Außenwirkung geht.  Mit dem weiter entwickelten Sicherheitskonzept sei die Überfüllungsproblematik kein Thema mehr - zusätzliche Videowände hätten dazu beigetragen.

Die Lärmproblematik sei - auch in Abstimmung mit den Kliniken und Pflegeanstalten - im Griff. Mit dem Einsatz der Jugendschutzteams sei auch dem Alkoholmissbrauch von Jugendlichen wirksam entgegengesteuert worden - es gab keine Sanitätseinsätze aus diesem Grund. Und auch die Zahl der Erste-Hilfe-Einsätze wegen Verletzungen bis Kliniktransporten hat sich von 2009 (378 Einsätze) bis 2011 (149 Einsätze) mehr als halbiert.

"Nach wie vor Leuchtturm"

Der Sport- und Familienbereich war mit rund 92.000 Menschen trotz der Wetterumstände erfreulich gut besucht. Und das Medienecho auf Programm, Organisation und Angebote außerhalb des Hügelbereichs durchweg positiv. Positiv durchweg auch die Reaktionen von den Mitgliedern des Hauptausschusses: "Wir hätten gerne zur schwarzen Null gratuliert", sagte eine Vertreterin und bedauerte, dass das Ziel durch "höhere Gewalt" vereitelt wurde.

Trotzdem sei "Das Fest" nach wie vor ein "Leuchtturm" und "Marketing pur". Andere Mitglieder des Gremiums unterstrichen, dass mit dem Sicherheitskonzept und den neuen Ansätzen im Jugendschutz "Maßstäbe gesetzt" worden seien. Man sehe aufgrund der positiven Entwicklungen "für 2012 durchaus Chancen", dass sich "Das Fest" auch finanziell tragen können und stehe zu diesem "Highlight" im Veranstaltungskalender. Für "Das Fest" 2012 geht der Wirtschaftsplan von einem ausgeglichenen Ergebnis aus - wenn das Wetter ein Einsehen habe.

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