Immobilienmarkt Baden-Württemberg

Positive Wirtschaftsentwicklung und niedriges Zinsniveau beflügeln den Wohnungsmarkt

Ein solides Wirtschaftswachstum, der positive Trend am Arbeitsmarkt und das nach wie vor historisch niedrige Zinsumfeld beflügeln den Immobilien-markt in Baden-Württemberg. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Wohneigentum – als solide Vermögensanlage und Altersvorsorge.

Der Immobilienmarkt steht aber auch vor Herausforderungen. Die Nachfrage nach Wohneigentum ist enorm, das Angebot knapp. Viele Besitzer halten sich derzeit beim Verkauf ihres Eigenheimes zurück. Gleichzeitig fehlt es an Neubauten. Tilmann Hesselbarth, Vorsitzender des Vorstandes der LBS Baden-Württemberg: „Die Zahl der Baugenehmigungen hat 2012 zwar angezogen, das Angebot hinkt der Nachfrage aber noch hinterher. In Baden-Württemberg fehlen jährlich bis zu 30.000 Wohnungen. Bis diese Lücke geschlossen ist, wird es wohl noch eine Weile dauern.“

Die LBS Immobilien GmbH (LBSi), eine Tochtergesellschaft der LBS Ba-den-Württemberg, vermittelte im vergangenen Geschäftsjahr 1.025 Objekte in Baden-Württemberg. Der Umsatz lag bei 164 Mio. Euro. „Damit hat sich die Dynamik im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt – allerdings auf sehr hohem Niveau“, so Hesselbarth.

 

Keine Immobilienblase

Besonders gefragt in Baden-Württemberg sind Wohnimmobilien in den Bal-lungsgebieten rund um Stuttgart und Karlsruhe sowie in Studentenstädten wie Tübingen oder Freiburg. Der wachsenden Nachfrage steht auch hier ein immer knapper werdendes Angebot gegenüber.

In der Folge steigen die Preise, die regional allerdings sehr unterschiedlich sind. Während beispielsweise das freistehende Einfamilienhaus aus dem Be-stand in Albstadt bereits für 140.000 Euro zu haben ist, kostet es in Karlsru-he im Schnitt 400.000 Euro und Stuttgarter müssen mit 520.000 Euro sogar noch tiefer in die Tasche greifen.

Tilmann Hesselbarth: „Im Verhältnis zur örtlichen Kaufkraft stimmen die Immobilienpreise in Baden-Württemberg. Je nach Region gibt es punktuell zwar Überhitzungen, die Gefahr einer flächendeckenden Immobilienblase sehen wir aber nicht. Wer nicht länger Miete zahlen will und die richtige Immobilie zum richtigen Preis gefunden hat, sollte jetzt kaufen.“



Wohn-Riester hilft beim Immobilienerwerb

Die Wohnraumversorgung zu bezahlbaren Preisen stellt in den kommenden Jahren eine der größten Herausforderungen in Baden-Württemberg dar. Hier ist es an der Politik, die richtigen Impulse zu setzen.
Mit dem Wohn-Riester hat sie einen Schritt in die richtige Richtung ge-macht – die Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum zur Altersvor-sorge wird insbesondere in Form des Riester-Bausparens gut angenommen. Zu Recht: Wer die Wohn-Riester-Förderung in seine Finanzierung einbaut, kann die Belastung deutlich senken. Zulagen und Steuervorteile summieren sich über die Jahre auf zehntausende Euro. Dadurch sind Eigentümer bis zu fünf Jahre schneller schuldenfrei.

Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht vor, den Wohn-Riester zu vereinfachen und die Verwendungszwecke zu erweitern. So soll die Förderung künftig auch für die Finanzierung altersgerechter Umbaumaßnahmen genutzt wer-den können. „Wir begrüßen alle Änderungen, die Wohn-Riester noch ver-braucherfreundlicher machen“, erklärt Hesselbarth.

weitere Infos auf www.lbs-bw.de
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