Im Tarifkonflikt des Groß- und Außenhandels im Südwesten haben sich die Gesprächspartner am Freitag ohne Einigung getrennt. Die vierte Verhandlungsrunde für die 120 000 Beschäftigten sei für den 14. Juni angesetzt, teilten beide Seiten in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) übereinstimmend mit.
Im Tarifkonflikt des Groß- und Außenhandels haben sich Verdi und die Arbeitgeber am Freitag zunächst getrennt beraten. Gegen Mittag sollte dann die dritte Tarifrunde für den Südwesten beginnen, sagte ein Verdi-Sprecher in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg). Eine schnelle Einigung, wie von Verdi erhofft, hat es in dem Tarifstreit nicht gegeben.
Auch in dieser Woche hat die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks im Einzelhandel fortgesetzt. In der Region Mannheim und in Göppingen legten den Angaben nach am Dienstag insgesamt 450 Mitarbeiter im Einzelhandel die Arbeit nieder.
Auch am Pfingstsamstag sind wieder viele Geschäfte im Land bestreikt worden. In den Regionen Stuttgart und Mannheim legten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi insgesamt 1000 Mitarbeiter im Einzelhandel die Arbeit nieder.
Die Gewerkschaft Verdi hat am Freitag gut 1000 Menschen für Warnstreiks mobilisiert. In Stuttgart versammelten sich rund 400 Streikende zu einer Versammlung, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte. Neben Stuttgart legten in der Region Mannheim-Heidelberg Hunderte Menschen ihre Arbeit nieder. Am Donnerstag hatten sich 200 Menschen in Freiburg an den Warnstreiks beteiligt.
Karstadt hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» dementiert, wonach Vorstandschef Andrew Jennings mit dem Abbau von bis zu 1000 Arbeitsplätzen gedroht haben soll.
Die Tarifverhandlungen für rund 5000 Piloten und Co-Piloten der Lufthansa stecken fest. Den jüngsten Vorschlag des Unternehmens vom Wochenbeginn hat die Tarifkommission der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zurückgewiesen.
Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten haben sich auf die Übernahme des Pilotabschlusses von Bayern geeinigt. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung der Großen Tarifkommission der IG Metall am 3. Juni wird der Tarifvertrag damit rückwirkend zum 1.
Die Metall-Arbeitgeber im Südwesten haben dem bayrischen Tarifabschluss grünes Licht gegeben. Die zuständigen Gremien haben einer Übernahme zugestimmt. Die in München erzielte Einigung über eine zweistufige Erhöhung von 3,4 beziehungsweise 2,2 Prozent ab 1.
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die Tarifeinigung in der Metall- und Elektroindustrie wegen der vereinbarten Nullmonate und der vergleichsweise langen Laufzeit als vertretbar bezeichnet.
Frankfurt/München (dpa) - Der Pilot-Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie findet keine einhellige Zustimmung. So kritisierte der Maschinbau-Verband VDMA in Frankfurt das Fehlen flexibler Lohnanpassungen.
Die Trillerpfeifen auf den Warnstreik-Demos sind kaum verklungen, da üben sich IG Metall und die Arbeitgeber in München bereits in trauter Zweisamkeit.
Kein Arbeitskampf, nicht einmal eine Marathon-Nachtsitzung: Nach zweiwöchigen Warnstreiks einigten sich IG Metall und Arbeitgeber in Bayern ziemlich schnell auf einen neuen Tarifvertrag für die Metallindustrie. Beide Seiten äußerten sich sehr zufrieden.
Der neue Abschluss in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie unterscheidet sich deutlich von der Forderung der Gewerkschaft und dem Angebot der Arbeitgeber:
IG Metall und Arbeitgeber haben in der Nacht zum Mittwoch in München einen Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie erzielt. Damit ist ein Streik in der wichtigsten Industriebranche abgewendet.
Deutlich mehr Geld für die Beschäftigten und Planungssicherheit für die Unternehmen: Der zügige Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie ist überwiegend auf ein positives Echo gestoßen.
Nach massiven Warnstreiks am Vortag legt die IG Metall am Dienstag in Baden-Württemberg eine ruhigere Gangart ein. Der Schwerpunkt der Aktionen soll der Gewerkschaft zufolge auf Bayern liegen. «Heute werden wir bei EvoBus in Neu-Ulm streiken.